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Zauber der Poesie im "Zauberberg"

Friedenauer Buchhandlung begleitet das Online Poesiefestival
 
Das Buch zum Online Poesiefestival steht in einem großen Schaukasten der Friedenauer Buchhandlung „Der Zauberberg“. In diesem Jahr findet das traditionell vom Haus für Poesie veranstaltete Poesiefestival vom 5. bis 11. Juni „nur“ online statt. Die beliebten Räume der Akademie der Künste am Hanseatenweg bleiben leer.

 

Dort hatte in den letzten Jahren „Der Zauberberg“ die Veranstaltungen mit einem viel beachteten Büchertisch begleitet. Die Lesungen und Diskussionen finden in diesem Jahr virtuell im Netz statt. „Wir wollten diese alternative Art der Poesievermittlung nicht einfach als ausschließlich Art hinnehmen, uns der Pandemie geschlagen geben“, sagen die Inhaber vom Zauberberg, Natalia Liublina und Gerrit Schooff.

 

„Wir haben einen großen Teil der Bücher zu den einzelnen Programmpunkten nicht ins Netz, sondern ins Schaufenster gestellt. Man kann sie bei uns im Laden ansehen und erwerben.“ Im Geschäft selbst sei die gutsortierte Lyrikabteilung schon immer ein Anziehungspunkt für Liebhaber der Dichtkunst gewesen, sagen Kenner der Szene – nicht nur in Friedenau.


Das ganze Programm des Online Poesiefestivals ist in Flyern angeschlagen und lädt alle Interessierten ein, die einzelnen Highlights mitzulesen und mitzuhören. Im Mittelpunkt steht natürlich die traditionelle Berliner Rede zur Poesie. In diesem Jahr wird sie von der kanadischen Dichterin Anne Carson gehalten. Das Buch liegt zweisprchig aus. Kanada ist nicht nur Gastland der ebenfalls veränderten Frankfurter Buchmesse, sondern auch das Partnerland des Poesiefestivals. Der beliebte „Versschmuggel“ findet folglich in diesem Jahr dreisprachig statt: Auf Englisch, Französisch und Deutsch. Beachtlich ist in unruhigen Zeiten auch das Motto eines anderen Höhepunkts: „All political poetry is bad – all poetry is poltical”.

 

Viele poetische Anregungen bietet also ein Ausflug zum Zauberberg im Dichterviertel Friedenau, in dem nicht nur Günter Grass, Uwe Johnson, Max Frisch und viele andere wohnten, sondern auf dessen Friedhof der große Dichter und Freund von Hertha Müller, Oskar Pastior, begraben liegt.


Andreas Form