Termine Literaturlesungen und Literaturevents

Auf dieser Seite weisen wir auf Lesungen und Buchpräsentationen hin

Lesungen Hanser

Lesungen Diogenes

Lesungen DUMONT

Lesungen Fischer

Lesungen Rowohlt

Ullstein

Thomas Mann-Kreis Berlin lädt ein

Fluchtbewegungen - Thema im ZAUBERBERG

Donnerstag, 16. Juni, 20.00 Uhr,

 

Andreas Kossert liest aus seinem aktuellen Buch „Flucht – Eine Menschheitsgeschichte“

Andreas Kossert, renommierter Experte zum Thema Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert und Autor des Bestsellers "Kalte Heimat", stellt in seinem neuen Buch die Flüchtlingsbewegung des frühen 21. Jahrhunderts in einen großen geschichtlichen Zusammenhang. Immer nah an den Einzelschicksalen und auf bewegende Weise zeigt Kossert, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen - und warum es für Flüchtlinge und Vertriebene zu allen Zeiten so schwer ist, in der Fremde neue Wurzeln zu schlagen. Ob sie aus Ostpreußen, Syrien oder Indien flohen: Flüchtlinge sind Akteure der Weltgeschichte - Andreas Kossert gibt ihnen mit diesem Buch eine Stimme.

Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2021, ausgezeichnet mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2020 und mit dem Preis für "Das politische Buch" 2021 der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

Eintritt 5 Euro - Bitte melden Sie sich an!

 

Literarische Buchhandlung Der Zauberberg

Bundesallee 133

12161 Berlin

Tel.: 030 56 73 90 91

Fax: 030 56 73 90 89

 

info@der-zauberberg.eu

 

Volksgeist und Judenhass

Dienstag, 21. Juni, 20.00 Uhr


Siegfried Lichtenstaedter. Prophet der Vernichtung. Über Volksgeist und Judenhass


Götz Aly und Geoff Kronik lesen aus den lange vergessenen Werken des bayerisch-jüdischen Autors


Siegfried Lichtenstaedter (1865 – 1942). Götz Aly entdeckte ihn wieder, gab einige seiner schönsten Texte heraus und veranlasste, dass die Bayerische Staatsbibliothek viele seiner Schriften online stellte. Geoff Kronik lebt in Boston, ist ein Ururgroßneffe Lichtenstaedters und übersetzt dessen Satiren und in kantigem Klartext verfassten Warnungen ins Englische.
 
Wer war dieser Lichtenstaedter, der zumeist unter wechselnden Pseudonymen schrieb, Orientalistik und Jura studiert hatte und im Zivilberuf als Oberregierungsrat im bayerischen Rechnungshof arbeitet? Viele seiner Texte bezeichnete er als Geschichtsvorhersage –. und dieses Metier beherrschte er glänzend:

 

1897 warnte er vor einem drohenden Völkermord an den Armeniern in der Türkei, der 1915 geschah. 1903 prognostizierte er für das Jahr 1945 die Einsetzung eines „Russischen Kommissars für die Verwaltung der befreiten westslawischen Länder“ in Prag, der als Erstes die Pflicht Benutzung der „heiligen russischen Sprache“ einführte. 1923 entdeckte er in einer von Hitler herausgegebenen Zeitung einen Artikel, den er so interpretierte: „Die 600.000 Juden des Deutschen Reiches und die 200.000 Juden Deutsch-Österreichs sollen totgeschlagen und ihre Güter den ‚Ariern‘ gegeben werden. Hierzu bedarf es aber einer neuen Ethik.“
Wie kam Lichtenstaedter zu solchen und noch vielen weiteren exakten Vorhersagen? Eine Erklärung lautet: Dieser eigenwillige, mit frappierender Beobachtungsgabe ausgestattete Autor lebte an den gesellschaftlichen Rändern – als Jude, Homosexueller und Hochbegabter, der im humanistischen Gymnasium gleich drei Klassen übersprungen hatte.

 

Im Dezember 1942 wurde Siegfried Lichtenstaedter in Theresienstadt von seinen „arischen“ Landsleuten ermordet.


Eintritt 5 Euro - Bitte melden Sie sich an!

 

Literarische Buchhandlung Der Zauberberg

Bundesallee 133

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Fax: 030 56 73 90 89

 

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