Vorschau in aller Kürze

Hier weisen wir auf Neuerscheinungen hin, die in Kürze auf dem Markt sind.

Erdogan und kein Ende

Putsch, Terror, Unterdrückung: Wie Erdoğan seine Macht ausbaut 

Krisenstaat oder Diktatur? Mit dem Referendum vom April 2017 scheint eine lang diskutierte Frage nicht mehr offen. Die Türkei hat sich eine Verfassung gegeben, die mit demokratischen Standards nicht mehr vereinbar ist. Die Hoffnung schwindet, dass das Land am Bosporus Islam und Demokratie vereinen, gar Vorbild für die gesamte Region sein kann. Heute sieht sich die Türkei von inneren und äußeren Feinden bedroht. Rücksichtslos lässt Präsident Recep Tayyip Erdoğan Andersgläubige und Andersdenkende verfolgen, immer häufiger provoziert er Konflikte mit Nachbarn und außenpolitischen Partnern, nicht zuletzt mit Deutschland.

SPIEGEL-Korrespondent Hasnain Kazim hat miterlebt, wie sich die Türkei in den vergangenen Jahren radikalisierte. Er zeigt, wie explosiv die Situation im Land ist und was das Ende der Demokratie am Bosporus bedeutet. Nicht nur für die Region, auch für Deutschland und Europa entstehen neue Gefahren.

 

Aus dem Buch: 


»Im Frühjahr 2016 habe ich die Türkei verlassen müssen, unfreiwillig. Meine Akkreditierung als Korrespondent wurde nicht verlängert, und damit hatten meine Familie und ich keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. […]


Wenn wir gewusst hätten, was in der Türkei auf uns zukommt, wären wir trotzdem dorthin gezogen?«

 

Hasnain Kazim, 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg geboren, schreibt seit 2004 für SPIEGEL ONLINE und den SPIEGEL. Seit 2009 lebt er als Korrespondent im Ausland u.a. in Islamabad, Istanbul und derzeit in Wien. Bei allem politischen und religiösen Extremismus, dem er bei seiner Arbeit begegnet, versucht er, auch das Schöne und Alltägliche zu beschreiben. Für seine Berichterstattung wurde er 2014 als „Politikjournalist des Jahres“ geehrt und 2009 mit dem „CNN Journalist Award“ ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Titel Plötzlich Pakistan seine Erfahrungen als Auslandskorrespondent (2015).

 

"Krisenstaat Türkei. Erdoğan und das Ende der Demokratie am Bosporus“ von Hasnain Kazim erscheint am 25. September 2017. 

 

BUCHPREMIERE
Hasnain Kazim im Gespräch mit Ingo Arend
Berlin | 27.09.2017 | 20 Uhr | Literaturforum im Brechthaus, Chausseestraße 

Sinclair Lewis. BABBITT. Roman. Neuübersetzung! 

«Was für ein Meisterwerk!» Michael Köhlmeier


Ein guter Job, ein Auto, ein trautes Heim, dazu das, was man Freunde nennt – was braucht ein Mann in den besten Jahren mehr zu seinem Glück? Und doch kommen George F. Babbitt Zweifel, ob das schon alles im Leben gewesen sein soll.


Sinclair Lewis hat wie kein anderer den seelenlosen Materialismus der Middle Class als das entlarvt, was er ist: der ganz normale Wahnsinn. Sein Babbitt wurde 1922 über Nacht zum Inbegriff des Allerweltstypen, der zu bequem ist, um sein eigenes Leben zu leben, und zu feige, um für das einzustehen, woran er glaubt. Der durch und durch unheldische Held stellt auch den heutigen Leser vor brisante Fragen: Kann sich ein Mensch ein Leben lang selbst treu bleiben? Wie viel Heroismus braucht es, um gegen den Strom zu schwimmen? Welche individuellen Freiheiten lassen uns Konvention und Kommerz überhaupt noch? Babbitt, angepasster Familienvater und Karrierist, wagt eines Tages den Ausbruch aus der Lügenwelt und bekommt am eigenen Leib zu spüren, was dem blüht, der sich weigert, das Spiel der Mehrheit mitzuspielen.  


Sinclair Lewis (1885–1951), geboren in einer Kleinstadt in Minnesota, arbeitete als Journalist und Lektor in New York, San Francisco und Washington. Seit dem Erfolg seines Romans «Main Street» konnte er von der Schriftstellerei leben. 1926 erregte er großes Aufsehen mit seiner Ablehnung des Pulitzerpreises, der ihm für seinen Roman «Arrowsmith» zuerkannt worden war; 1930 erhielt er als erster US-Amerikaner den Literaturnobelpreis.

Sinclair Lewis. BABBITT. Roman. Neuübersetzung!
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Robben. Nachwort von Michael Köhlmeier MANNESSE
784 Seiten / € 28,- [D] / € 28,80 [A] / CHF 36,90 / ISBN 978-3-7175-2384-0 

 

Beethoven

Buchpräsentation am 11. September 2017 um 19 Uhr im Beethoven-Haus Bonn

 

Um 1800 ereignet sich nicht weniger als eine musikalische Revolution: Ludwig van Beethoven erschafft mit der Eroica, dem Fidelio oder der 9. Sinfonie die Welt ein zweites Mal. In charmanten wie kenntnisreichen Porträts erschließt Martin Gecks ungewöhnliche Biographie die Vorbilder Beethovens, seine Zeitgenossen und Nachfahren: Welchen Einfluss hatten Shakespeare und Rousseau auf Ludwig van Beethoven, der keineswegs ein Wunderkind war? Welches Verhältnis pflegte er zu seinen Zeitgenossen wie Goethe, Napoleon und Schubert? Und wie wichtig war Beethoven seinerseits für Richard Wagner, Glenn Gould oder Aldous Huxley? So erschließt Geck die universelle Bedeutung Beethovens und zeigt, wie zeitlos aktuell der Titan der Musik ist.

Martin Geck ist Professor für Musikwissenschaft an der Universität Dortmund. Seine Bücher zur Musikgeschichte und seine Biographien großer Komponisten (u. a. über Mozart und Schumann) wurden von der Kritik hoch gelobt und in ein Dutzend Sprachen übersetzt; für sein Buch über Johann Sebastian Bach wurde er mit dem Gleim-Literaturpreis ausgezeichnet. Bei Siedler erschienen zuletzt seine Biographien über Matthias Claudius und Richard Wagner.

Mary Shelley. FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS. Roman. 

Der berühmteste Schauerroman aller Zeiten – 100. Buchjubiläum: Die Urfassung von 1818


Die Faszination des Frankenstein-Mythos ist bis heute ungebrochen. Mary Shelleys spannendes Meisterwerk lotet  die Grenzen unserer Fantasie aus und erweckt einen ewigen Traum zum Leben: den von der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens.
Nach Jahren des Experimentierens ist es dem ehrgeizigen Forscher Victor Frankenstein gelungen, aus toter Materie einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das Ergebnis seiner alchemistischen Versuche erschüttert ihn bis ins Mark. Entsetzt überlässt er das Wesen seinem Schicksal. Dessen verzweifelte Suche nach Nähe und Akzeptanz endet in Chaos und Verwüstung.  Als das Wesen nach und nach Rache an Frankensteins Familie nimmt, beschließt dieser, seine Kreatur zu jagen und zu töten… 

 

Das Erstlingswerk einer 19-Jährigen entstand als Gruselgeschichte zum Vorlesen im Freundeskreis. Der jungen Mary Shelley gelang einer der berühmtesten Romane der Weltliteratur, der noch immer gültige Fragen zur Verantwortung des Menschen für seine Schöpfung stellt.

 

«Eine der großen moralischen Erzählungen der europäischen Literatur.»  Jürgen Kaube, FAZ

 

Mary Wollstonecraft Shelley, die 1797 in London als Tochter einer Frauenrechtlerin und eines Revolutionärs geboren wurde, schrieb im Alter von zehn ihr erstes Buch. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie 1814 mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch, den sie schließlich 1816 heiratete. Angeregt durch die Lektüre von Gruselgeschichten entstand ihr erster Roman «Frankenstein», der in seiner Urfassung von 1818 für einen Skandal sorgte und ein großer Erfolg wurde. Nach dem frühen Tod ihres Mannes schrieb Shelley fünf weitere Romane sowie Erzählungen. Sie starb 1851 in London.

Mary Shelley. FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS. Roman. Komplett überarbeitete Übersetzung MANNESSE
Aus dem Englischen von Alexander Pechmann. Nachwort von Georg Klein
464 Seiten / € 22,- [D] / € 22,70 [A] / CHF 29,90 / ISBN 978-3-7175-2370-3 

 

STAATSOPER unter den Linden

Misha Aster
Staatsoper. Die bewegte Geschichte der Berliner Lindenoper im 20. Jahrhundert      

   
Erscheinungstermin: 2. Oktober 2017


Siedler | 544 Seiten | Abbildungen s/w: 30 | Gebunden mit Schutzumschlag | € 28,00 [D] / € 28,80 [A] / CHF 36,90* (*empf. VK-Preis) | ISBN 978-3-8275-0102-8

 

Seit ihren Anfängen unter Friedrich dem Großen im Jahre 1742 ist die Staatsoper Unter den Linden in Berlin eines der traditionsreichsten und führenden Opernhäuser der Welt. Insbesondere im 20. Jahrhundert spiegelte sie das wechselhafte Verhältnis von Hochkultur und Politik wider. So hatte die »Lindenoper« während der NS-Zeit und auch unter der SED-Herrschaft neben ihrem künstlerischen Auftrag politische Aufgaben zu erfüllen. 


Misha Aster erzählt anhand bislang unbekannter Quellen die Geschichte dieser kulturellen Institution inmitten von Ideologien, Kriegen und Revolutionen. Er lässt bedeutende Musiker wie Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler oder Herbert von Karajan auftreten ebenso wie Politiker und jene Menschen hinter der Bühne, die dem international bedeutenden Opernhaus zwischen Kaiserreich und Wiedervereinigung ein Gesicht gaben.

 

Misha Aster, geboren 1978 in Kanada, ist Historiker, Musikwissenschaftler und Dramaturg. Für sein erstes Buch »Das Reichsorchester« (Siedler 2007) über die Geschichte der Berliner Philharmoniker im Nationalsozialismus erhielt er eine große mediale Aufmerksamkeit und begeisterte Kritiken. Misha Aster lebt in Berlin.

Tania Blixen. JENSEITS VON AFRIKA

Kaum ein Klassiker des 20. Jahrhunderts strahlt eine ähnliche Faszination aus wie «Jenseits von Afrika». Mit ihrer melancholischen Liebeserklärung an Natur und Ureinwohner Kenias schuf Tania Blixen ein bewegendes Stück Weltliteratur. 


Die Eingeborenen Ostafrikas, majestätische Berge und unendliche Savannen zogen Tania Blixen augenblicklich in den Bann, als sie 1914 nach Nairobi, ins koloniale Britisch-Ostafrika reiste, um dort zu heiraten und eine Kaffeeplantage zu betreiben. In farbigen Bildern beschreibt sie die märchenhaft-mystische Atmosphäre der Natur, erzählt von der Jagd, den Bräuchen der Einheimischen und von so mancher bewegenden Begegnung: mit Kamante, einem kranken Kikuyujungen, den sie zum Koch ausbildet, mit Häuptling Kinanjui, mit Berkeley Cole, der ihr Freund, und Denys Finch Hatton, der ihr Geliebter wird. 

1937 erschienen, fanden Blixens berührende Erinnerungen weltweit Millionen begeisterte Leserinnen und Leser. Auch die preisgekrönte Hollywood-Verfilmung durch Sidney Pollack – mit Meryl Streep und Robert Redford in den Hauptrollen – beförderte dieses Buch in den Rang des unvergesslichen Klassikers.

 

«Eines der schönsten Bücher unseres Jahrhunderts.» Truman Capote

 

Tania Blixen (1885–1962), eigentlich Karen Blixen-Finecke, wurde nahe Kopenhagen geboren, studierte Kunst in Paris und Rom und ging 1914 nach Kenia, wo sie heiratete und fünfzehn Jahre eine Kaffeeplantage leitete. 1931 kehrte sie nach Dänemark zurück, erwirkte jedoch zuvor für «ihre» Kikuyus ein Bleiberecht auf der Farm. Der Vorort von Nairobi, in dem die Hütten der Eingeborenen standen, trägt noch heute ihren Namen.

Tania Blixen. JENSEITS VON AFRIKA
Aus dem Dänischen von Gisela Perlet. Nachwort von Ulrike Draesner
688 Seiten MANNESSE / € 25,- [D] / € 25,70 [A] / CHF 33,90 / ISBN 978-3-7175-2438-0 

 

Homer. ILIAS 

Das Klassiker-Ereignis des Jahres: 


Zehn Jahre nach der «Odyssee» erscheint nun auch die «Ilias» in der lange erwarteten Versübertragung von Kurt Steinmann – eine Großtat!
 Mit Homer begann die europäische Literatur – genauer gesagt mit der «Ilias». In 15.500 packenden Versen erzählt dieses unvergängliche Menschheits-Epos vom Groll des Achilleus und dem Krieg um Troja. Manesse legt diesen kanonischen Urklassiker in einer prachtvollen  Referenzausgabe vor. Näher am Original und noch poetischer als je zuvor, hält Kurt Steinmanns Neufassung Überraschungen für Homer-Kenner wie -Entdecker bereit. 

 

«Möglichst nahe an Homer und doch flüssig lesbar.» Der Tagesspiegel über die «Odyssee» übersetzt von Kurt Steinmann

Homer, der Schöpfer der «Ilias» und der wenig jüngeren «Odyssee», gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. Vermutlich wurde er im 8. Jh. v. Chr. in Smyrna (dem heutigen Izmir) geboren und starb auf der Insel Ios. Selbst die Vorstellung  vom armen und blinden fahrenden Barden wird zuweilen angezweifelt.

 

Kurt Steinmann, geboren 1945 in Willisau/Schweiz; «der furchtlose Übersetzer zwischen Scylla und Charybdis» (Kurt Flasch, FAZ) widmet sich seit den 70er Jahren Autoren der griechischen und römischen Antike sowie der Renaissance. Für den Manesse Verlag übertrug er zuletzt «Die Apokalypse» (2016) und die «Odyssee» des Homer (2007). An seiner Versübertragung der «Ilias» samt Kommentar arbeitete er neun Jahre.

 

Jan Philipp Reemtsma, geboren 1952, ist Stifter und Vorstand des renommierten Hamburger Instituts für Sozialforschung und Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Er hat zahlreiche Publikationen zu literarischen, historischen, politischen und philosophischen Themen veröffentlicht, seine Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

 

Veranstaltungen:


19.10. München, Literaturhaus, 20 Uhr (Buchpräsentation mit J.P. Reemtsma + K. Steinmann) / 14.11. Köln, Lengfeld´sche Buchhandlung, 19.30 Uhr (mit K. Steinmann) / 15.11. Meerbusch, Buch- und Kunstkabinett, 19 Uhr (mit K. Steinmann) / 20.11. Hannover, Buchhandlung Decius, 20 Uhr (mit J.P. Reemtsma + K. Steinmann ) / 7.12. Friedberg, ovag Hauptverwaltung, 20 Uhr (mit J.P. Reemtsma + K. Steinmann) / 9.3. Heidelberg, DAI, 20 Uhr (mit J.P. Reemtsma + K. Steinmann)

Charles Baudelaire. WEIN UND HASCHISCH. Essays

Frankreichs großer Dichter neu zu entdecken: in heiteren, kurzweiligen, zeitlosen Essays


Wer Charles Baudelaire ausschließlich als Verfasser der dunkel-brillanten Gedichte aus «Die Blumen des Bösen» kennt, lässt sich ein wahres Lesevergnügen entgehen. In seinen geist- und pointenreichen Essays vergleicht Baudelaire die unterschiedlichen – und nicht gleichermaßen empfehlenswerten – Wirkungen von Wein und Haschisch, gibt jungen Schriftstellerkollegen Tipps zum Umgang mit Gläubigern, schildert seine Begeisterung nach der ersten Aufführung einer Wagner-Oper in Paris oder erteilt Ratschläge, wie man das Glück in der Liebe finden kann. In dieser exklusiven Zusammenstellung in Neuübersetzung begegnet uns der feinsinnige Ästhet als ironischer Lebenskünstler, als hellsichtiger Literaturkritiker und als wortmächtiger Protagonist der Pariser Boheme. 

«Wer nur Wasser trinkt, hat vor seinen Mitmenschen etwas zu verbergen.» 


Charles Baudelaire (1821–1867) war Dandy, Ästhet und Inbegriff der Pariser Künstlerbohème. 1857 veröffentlichte er den Gedichtzyklus «Die Blumen des Bösen», der ihm eine Anklage wegen «Beleidigung der öffentlichen Moral» eintrug. Seinen Zeitgenossen war er vor allem als scharfsinniger Kunst- und Literaturkritiker bekannt.

 

Charles Baudelaire. WEIN UND HASCHISCH. Essays. 150. Todestag des Autors am 31. August 2017 | Neuübersetzung
Aus dem Französischen von Melanie Walz. Nachwort von Tilmann Krause
224 Seiten / € 22,95 [D] / € 23,60 [A] / CHF 29,90 / ISBN 978-3-7175-2430-4 | Gebunden in dunkelrotem Samt mit Folienprägung MANNESSE

 

Registrierte Notenschätze

Das Archivio Storico Ricordi in Mailand ist eines der bedeutendsten Musikarchive weltweit. Dieses Buch gibt einen bilderreichen Einblick in seine Bestände und seine bewegte Geschichte. Von seiner Gründung durch den Musikverleger Giovanni Ricordi im Jahr 1808 bis heute verfolgt dieser ebenso umfassende wie ansprechende Band Geschichte und Entwicklung des Archivio Ricordi mit seinen Abertausenden von Partituren, Briefen, Libretti, Opernbühnen- und Kostümentwürfen, Fotografien und Originalplakaten aus der Zeit von Art Nouveau und Art Deco. Die Räume des historischen Mailänder Musikarchivs beherbergen darüber hinaus Originale von zahlreichen Kompositionen Verdis, Rossinis, Bellinis, Donizettis und Paganinis – einige dieser Großen der europäischen Musikgeschichte vertrat der Verlag über Jahre exklusiv. Faszinierende Geschichten kommen in diesem Buch zutage, Geheimnisse werden gelüftet und Einblicke in das Leben der Komponisten gewährt. Eine Schatzkammer voller Fundstücke, die das wunderbare Geschäft vor Augen führen, Musik entstehen zu lassen, sie dem Publikum zu präsentieren, für sie zu werben, sie zu vertreiben und für die Nachwelt zu bewahren.


Caroline Lüderssen studierte Anglistik, Italianistik und Musikwissenschaften. Als Dozentin an der Universität Frankfurt a. M. unterrichtet sie außerdem an den Universitäten Mannheim und Lüneburg. Sie ist Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Frankfurt und Redaktionsleiterin des Periodikums für italienische Sprache und Literatur "Italienisch".Caroline Lüderssen


Eine Kathedrale der Musik
Das Archivio Storico Ricordi

224 Seiten mit 280 Farbabbildungen
Gebunden mit Schutzumschlag, 21,5 × 27,5 cm
€ 49,95 [D] / € 51,40 [A] / CHF 65,00* (*empf. VK-Preis)
ISBN 978-3-7913-5624-2


Erscheinungstermin: 14. August 2017

 

 

Gegen alle Regeln

Ariel Levy hat ihre Trauer in Literatur verwandelt.   David Sedaris
 
Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte, erzählt mit kompromissloser Ehrlichkeit und literarischer Eindringlichkeit.


Ariel Levy gibt  einer ganzen Generation von selbstbestimmten Frauen, die beanspruchen, ihre eigenen Regeln für Job, Ehe, Familie, Schwangerschaft, Sexualität und Scheidung aufzustellen, eine ganz besondere Stimme.

 

Die erfolgreiche Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln.  
Im fünften Monat schwanger reist Ariel Levy nach Ulan Bator in die Mongolei, um für eine ihrer Reportagen zu recherchieren. Kurz nach der Ankunft hat sie starke Schmerzen im Unterleib und gebärt ihr Baby allein auf dem Badezimmerboden des Hotelzimmers. Für wenige kostbare Minuten lebt ihr Sohn. Traumatisiert und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben ist nicht möglich, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit förmlich nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache. 

 

Ariel Levy wurde 1974 in Larchmont, New York geboren und arbeitet seit vielen Jahren als preisgekrönte Journalistin für das renommierte Kulturmagazin The New Yorker. Ihre Reportage „Thanksgiving in Mongolia“ wurde mit dem National Magazine Award for Essays and Criticism ausgezeichnet. Diese persönliche Geschichte diente als Grundlage für das vorliegende Buch, das international für Aufsehen sorgte. 


"Gegen alle Regeln" erscheint am 21. August 2018


Lesereise im November 2018

Ivan Krastev Europadämmerung - Ein Essay

Wohin steuert Europa nach dem Brexit?


Nach 1989 waren Landkarten plötzlich nicht länger in Mode. Die Grenzen sollten geöffnet werden für Menschen, Güter, Kapital und Ideen. An die Stelle der alten Karten traten Graphiken, welche die ökonomische Verflechtung innerhalb der EU illustrierten. Heute erleben wir einen ideologischen Gezeitenwechsel: Wo die Mehrheit der Europäer noch vor einigen Jahren optimistisch auf die Globalisierung blickte, empfinden sie Migration und die Rückkehr der Geopolitik als Quelle der Unsicherheit. Ivan Krastev untersucht die Ursachen für diesen Wandel und erörtert, welche Formen die europäische Desintegration annehmen könnte. Ein Zerfall der EU, so Krastev, wäre eine Tragödie, die den Kontinent zu internationaler Bedeutungslosigkeit verurteilen würde.

Der Vater, der vom Himmel fiel

J. Paul Henderson
Der Vater, der vom Himmel fiel


Aus dem Englischen von Jenny Merling. Erscheint am 23.8.2017.
Nach J. Paul Hendersons Erfolgsdebüt Letzter Bus nach Coffeeville der neue Roman über durchgeknallte Typen in rebellischer Grundstimmung:
Sieben Jahre haben die Bowman-Brüder Billy und Greg nicht miteinander gesprochen, als ihr Vater plötzlich stirbt und Greg, das einstige schwarze Schaf der Familie, zurückkommt. Was er vorfindet, ist ein bröckelndes Elternhaus, Onkel Frank, der mit 80 einen Banküberfall plant, und eine beunruhigende Erinnerung mit pinkfarbenen Haaren. Da braucht es – neben viel Phantasie – schon übersinnliche Hilfe, um den väterlichen Auftrag zu erfüllen: aus alldem wieder eine Familie zu machen.