Faces of Books - Ansichten

...über Bücher und Autoren

facesofbooks.de - das nachhaltige Buchportal

 

We love slow-writing and slow-reading

Herzlich willkommen auf meiner Website, die sich mit Büchern beschäftigt. Facesofbooks zeigt das Gesicht der Bücher und Autoren. Beachtet Titel und Covergestaltung, Aufmachung des Buches, berichtet über den Inhalt, stellt den Autor in kurzer prägnanter Form vor. Wir veröffentlichen Autoreninterviews, bieten Informationen über Bücher von heute und Bücher von gestern, die wichtig sind, aber nicht vergessen werden sollen. Sie finden Tipps, Rezensionen, Kurz-Kritiken, Neuigkeiten über Verlage und Autoren. Geben Sie uns auch Hinweise, was Ihnen gefällt oder mißfällt. Eine Website für Lesefans auch aus der digitalen Bücherwelt. www.facesofbooks.de

 
Herzliche Grüße,

Norbert Schreiber

Flugschreiber: Frank-Walter Steinmeier 

Deutschlands Rolle für die Zukunft heißt künftig MEHR VERANTWORTUNG und auch mehr Kosten zu tragen. Vor dem Wechsel ins Bundespräsidialamt legt Frank Walter Steinmeier ein Bilanz-Buch vor mit einem Blick auf die fast zwei Jahrzehnte deutscher Außenpolitik. Die Leser als „Flugbegleiter“ in den Konflikt- und Krisenherden dieser Welt.

 

mehr

 

Bergauf oder bergab - Machtkampf in der CSU

Die bayerische MACHT-Partei – ist im Alpenstaat Jahrzehnte an der Macht - hat 2018 eine neue Bewährungsprobe. Aber mit wem an der Spitze? Es tobt ein Machtkampf hinter den Kulissen der CSU. Einblicke dahinter gibt der SPIEGEL-Korrespondent Peter Müller.

 

mehr

Lachen gegen die Ohnmacht

Es wurden schon viele Bücher mit DDR-Witzen über die Mangelwirtschaft, den »Trabi« und die täglichen Mühen des sozialistischen Alltags gefüllt. In diesem Buch werden nicht nur die schärfsten politischen Witze aus 40 Jahren DDR erzählt, verspricht der Verlag in der Buchankündigung: Es geht vor allem um Macht und Ohnmacht. In der Einführung des Buches erfährt der Leser: Wie reagierte der Staat auf den Hohn und Spott gegen Partei, Staat und Stasi? Wurde politische Satire als Ventil akzeptiert? Oder mussten die Witzeerzähler für ihren Spott teuer »bezahlen«? Die Antworten sind so vielfältig, wie es das Leben im Sozialismus war. (CHLinks)

 

mehr

TUN oder nichts TUN, das ist hier die Frage...!!!

Wenn ich heute früh nicht aus dem Bett aufgestanden wäre, würde es diese Rezension nicht geben. Der Autor Björn Kern meint, völlig falsch: Im Nichtstun liegt die Kraft. Erst arbeiten, dann vergnügen sei eine weit verbreitete Irrlehre: Das Beste, was wir tun können ist nichts

 

mehr

So isses

Mittelmeer-Traum

„Der Berliner Fotograf Mathias Bothor sucht nach dem Wesen des Mittelmeers, und er fand es in den Gesichtern der Bewohner seiner Küsten.“ So heißt es in der Verlagsankündigung von MARE. „Ihre schlichte Schönheit hilft, das Fremde, Andere, was uns dieser Tage so aufwühlt, besser zu verstehen“.
Der einleitende Essay ist aus der Feder des „Weltenwanderers“ Joachim Sartorius. Die Fotos stammen von Mathias Bothor, herausgegeben und eingeleitet von Nikolaus Gelpke, dem MARE-Verleger.

 

Schon das Coverfoto switcht uns in einen Mittelmeertraum vom Mittelmeer-Raum. Doch dazu später. 

 

mehr

Philosophie des Meeres

Seit über zweieinhalbtausend Jahren hat das Meer die Philosophie beschäftigt. Gunmther Scholtz taucht ab in die Gedankenwelten.

 

mehrmehr

Der neue Coehlo: DIE SPIONIN Mata Hari

Paulo Coelho
Die Spionin


Der langerwartete neue Roman des Bestsellerautors Paulo Coelho, Die Spionin, erscheint am 23.11.2016. Auch als Hörbuch, gelesen von Luise Helm. Aus dem Brasilianischen von Maralde Meyer-Minnemann.
»Mein einziges Verbrechen war, eine selbstbestimmte Frau zu sein.«
Mata Hari in Die Spionin


2017 ist Mata-Hari-Jahr (100. Todestag am 15. Oktober 2017).
Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.


Die ARD plant die erste deutsche Verfilmung des Stoffes als Doku-Fiction in Spielfilmlänge mit Natalia Wörner und Francis Fulton-Smith in den Hauptrollen. Drehstart: November 2016. Ausstrahlung: 2017
Das Dutch National Ballet hat unter Leitung von Ted Brandsen die Geschichte Mata Haris als Ballett umgesetzt. Mata Hari ist bereits als DVD und Blu-ray erhältlich.


Paulo Coelhos Bücher wurden bisher in 81 Sprachen übersetzt und verkauften sich weltweit über 210 Millionen Mal in mehr als 170 Ländern.

 

Das Zeichen-Genie wird 85

Tomi Ungerer: 85. Geburtstag am 28.11.2016

 

Künstler, Karikaturist, Illustrator, Autor und Werbegraphiker:
Tomi Ungerer feiert am 28.11.2016 seinen 85. Geburtstag.
2007 widmete ihm seine Heimatstadt Straßburg ein eigenes Museum und präsentiert zum Geburtstag:

Tomi Ungerer Forever. Über 85 Künstler zu seinem 85. Geburtstag.
Die Ausstellung zeigt 150 Exponate von Künstlern, die von Tomi Ungerer beeinflusst oder angeregt wurden. Tomi Ungerer Museum Straßburg, Villa Greiner, 2 avenue de la Marseillaise. Vom 19.11.2016  bis 19.3.2017, täglich außer dienstags, 10.00 bis 18.00 Uhr.

 

 

Es heißt, Tomi Ungerer habe jeden beeinflusst – als Illustrator, Geschichtenerzähler, Autor, Bildhauer, Bauer, Metzger und Aktivist. Ununterbrochen hat der »schärfste Strich der Welt«, wie man ihn auch genannt hat, seine spitzen Kommentare über den Globus gestreut. Dabei hat er ein Œuvre geschaffen, das an Vielfalt kaum zu überbieten ist. Zehntausende von Zeichnungen und allein über 100 Bücher im Diogenes Verlag.

Am 26.10.2016 neu erschienen:

sowie wieder lieferbar Das Kamasutra der Frösche.


Incognito

 

Herausgegeben von Philipp Keel mit Texten von Christoph Becker, Tobia Bezzola, Tobias Burg, Cathérine Hug, Philipp Keel und Thérèse Willer
Dreisprachig: Deutsch, Englisch, Französisch

Der Katalog zur Ausstellung »Incognito« im Kunsthaus Zürich und im Museum Folkwang Essen. Jeder kennt Tomi Ungerer als Schöpfer von Kinderbuch-Klassikern und provokativen erotischen Bildern, als genialen Grafiker und scharfzüngigen Autor. Kaum bekannt jedoch sind seine Collagen und Plastiken.

 

Es heißt, Tomi Ungerer habe jeden beeinflusst – als Illustrator, Geschichtenerzähler, Autor, Bildhauer, Bauer, Metzger und Aktivist. Ununterbrochen hat der »schärfste Strich der Welt«, wie man ihn auch genannt hat, seine spitzen Kommentare über den Globus gestreut. Aber wer genau ist Tomi Ungerer? Wir kennen ihn als Zeichner bereits klassischer Kinderbücher und provokativer erotischer Bilder, als genialen Illustrator und scharfzüngigen Autor. Weniger bekannt ist sein künstlerisches Werk: Die Assemblagen, Collagen und Plastiken sind aber seit Ungerers Anfängen in den fünfziger Jahren integraler Bestandteil seines Schaffens. Ein neuer Blick auf den Künstler Tomi Ungerer, ganz nach seinem Motto: »Expect the Unexpected!«

 

Kunst, Cartoon, Fotografie
Hardcover Leinen
23,5 x 31 cm
424 Seiten 

Tomi Ungerer im Interview mit Norbert Schreiber hr2-Doppelkopf
Norbert Schreiber traf den Zeichner Tomi Ungerer im Schwarzwald, wo er sich in einem Hotel von der Öffentlichkeit zurückzieht. Hören Sie einen Ausschnitt aus dem Interview
Tomi Ungerer-Kurzclip.mp3
MP3-Audiodatei [62.4 MB]

Leben heißt erzählen

Die Menschheit hat einen Erzählinstinkt: Wir alle organisieren unser Gedächtnis, unsere Ziele und Wünsche, unser gesamtes Leben auf narrative Weise. Erzählend verorten wir uns in Zeit und Raum, sagt Werner Siefer, der Wissenschaftsautor in seinem neuen Buch.

 

mehr

GESPRÄCH UNTER ZWEI AUGEN                     Dialog eines Lebens

Schon die Themenpalette im neuen Buch von Werner Schneyder macht klar: Hier hat einer sein Leben lang die Vielseitigkeit und sich selbst ausprobiert. Wie der Verlag in der Buchankündigung mitteilt legt der Autor „Wert auf die Feststellung, dass niemand das Buch lesen sollte, der sich nicht für Theater, Kabarett, Literatur, Bilder, Ehe, Politik, Ökonomie, Fußball, Schach, Jugend, Religion, Alter, Tod und anderes mehr interessiert. Und auch nicht für den Autor. Denn man erfährt, wenn man von seiner Lyrik absieht, zum ersten Mal etwas über das Innenleben dieses Sprach-, Bühnen- und Medienmenschen.“  

 

Auf www.facesofbooks.de lesen Sie eine Rezension und einen Textausschnitt aus dem Buch GESPRÄCH UNTER ZWEI AUGEN - Dialog eines Lebens, 272 Seiten Verlag Amalthea-Signum. Es ist ein Ausschnitt aus dem Gesprächskapitel „Politik“.  

 

mehr 

Verlorene Worte

Der Autor, Menorca und das Weltall, das sind die drei Komponenten des „Berichts von einer Insel“ Und der Komponentenkleber ist die elegante literarische Sprache des Cees Nooteboom. Er lebt zeitweise auf Menorca. Wir als Leser machen eine Zeit- und Raum-Reise, gemeinsam mit dem erfolgreichen Suhrkamp-Autor, spazieren durch seinen Garten und kümmern uns um das Schicksal von Raum-Rentnern, die mit den All-Sonden Voyager I und II die Welten der Galaxien durchmessen. 

 

mehr

Hitlers erster Feind

Endlich wird der große Journalist Konrad Heiden gewürdigt. „Er war Journalist und hatte nur ein Thema: Adolf Hitler“, schreibt sein Biograf, der ebenso bedeutende Journalist der Gegenwart, Stefan Aust. 

 

mehr

Römische Novellen

Zehn Novellen suchen einen Leser – so könnte man die in der edlen Reihe textura erschienene Broschur „Maestro Amor“ von Luigi Pirandello (1867 – 1936) apostrophieren. Sie enthält Römische Novellen aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts.

 

mehr 

 

Helmut Schmidt - Die späten Jahre

Titel Thomas Karlauf Helmut Schmidt Die späten Jahre SIEDLER

 

Autor Thomas Karlauf, geboren 1955 in Frankfurt am Main, ging nach dem Abitur nach Amsterdam und arbeitete zehn Jahre für die George-Zeitschrift Castrum Peregrini. Von 1984 bis 1996 war er Lektor bei den Verlagen Siedler und Rowohlt. Er hat eine Agentur für Autoren in Berlin.

 

Gestaltung Hardcover, Vorwort, drei Teile „Jahre der Zurückhaltung“, „Jahre der Einmischung“, „Wege des Ruhms“, Anhang, Danksagung, Anmerkungen, Quellen- und Literaturverzeichnis, Sachregister, Namensregister, Bildnachweis, nur ein einziges Foto im Inneren

 

Cover Helmut Schmidt mit Zigarette, was sonst

 

Zitat: „Ich will nichts mehr werden, ich war was“.

 

Meinung Drei mal bin ich Helmut Schmidt begegnet. 1978, als wir in der Stiftung Theodor-Heuss- Preis die vier Verfassungsorgane in der Evangelischen Akademie zu einer Diskussion über die Demokratieentwicklung eingeladen hatten. Als wir ihm die Idee vorlegten, ließ er aus seinem Büro verlauten: Schreiben Sie es auf, alles auf eine DinA4-Seite. Nicht mehr! Schmidt liebte die Kürze.

Als er wegen seiner geradlinigen Haltung in der RAF-Terrorzeit dann den Theodor-Heuss-Preis bekam, war deutlich geworden, was Schmidt am besten konnte HALTUNG BEWAHREN UND ZEIGEN.

 

Zu seiner damaligen Staatsministerin Dr. Hildegard Hamm-Brücher hatte er ein lebenslanges treues und freundschaftliches Verhältnis, weil sie im Bundestag an seiner Seite stand und das Misstrauensvotum von Helmut Kohl als undemokratisch angeprangert hatte. Hamm-Brücher kritisierte am Misstrauensvotum, dass dieses „zwar neue Mehrheiten, aber kein neues Vertrauen in diese Mehrheiten“ schaffe; ein „Machtwechsel ohne vorheriges Wählervotum“ habe das „Odium des verletzten demokratischen Anstands“. Hamm-Brücher sagte: „Ich finde, dass beide dies nicht verdient haben, Helmut Schmidt, ohne Wählervotum gestürzt zu werden, und Sie, Helmut Kohl, ohne Wählervotum zur Kanzlerschaft zu gelangen. Treue zu politischen Freunden war ebenso ein Kennzeichen für ihn. Und Anstand haben.

 

Als ich ihn in seinem ZEIT-Büro für ein FRANKFURTER GESPRÄCH des Hessischen Rundfunks besuchte und ihm Schnupftabak aus dem Bayerischen Wald mitbrachte, freute er sich und schnupfte eine Stunde lang während das Gespräch lief und rauchte abwechselnd zugleich eine Menthol-Zigarette nach der anderen. Dass er Geburtstag hatte, wurde nicht mit einem einzigen Wort erwähnt, Schmidt erklärte mir die Weltpolitik. Erst als das Mikrofon abgeschaltet war, durfte man ihm wenigsten die Hand zur knappen Gratulation reichen. Ja, das Persönliche, das blendete er aus. Es ging ihm immer um das große Ganze.

 

„Schmidt“ Schnauze“ – das Rhetoriktalent – in der Kürze lag seine Würze -  litt wohl daran, dass der Denkmal-Kanzler Willy Brandt vom Volke und der jüngeren Generation geliebt, er aber „nur“ geachtet wurde, später eben aber auch als „Elder statesmen“ und Idol wenigstens fast geliebt jedoch mindestens verehrt wurde.

 

Brandt war der „Ostpolitik-Kanzler“, Kohl der „Wiedervereinigungskanzler“, aber welches „Kürzel-Etikett“ sollte man der Epoche seiner Kanzlerschaft aufdrücken, er bewältigte die Ölkrise, segelte durch die darauf folgende Weltwirtschaftskrise, er trotzte dem RAF-Terrorismus, stolperte über die Nachrüstungsdebatte seiner Partei (Die Geschichte gab ihm dann doch recht) und schließlich nutzte er seine Herausgeberfunktion bei der „Zeit“, 33 Jahre lang, um an seinem Nach- „Ruhm“ mit zu basteln. Er schrieb einen Artikel und ein Buch nach dem anderen, trat in Talkshows auf, hielt weltweit kluge Reden, aber sich selbst beweihräuchern das lag ihm wirklich nicht.

 

Und die kritische Seite am Schach spielenden und auf dem Brahmsee segelnden Kanzler: für Diktatoren hatte er zuweilen Verständnis, die 68erGeneration hielt er für Spinner, Visionäre schickte er zum Doktor, Frauenemanzipation war ein Fremdwort für ihn, Öko auch, er war zwar ein Arbeiterkind, er konnte aber Menschen auch ziemlich von oben herab behandeln. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass dieser „hanseatische Panzer“ nichts anderes als Selbstschutz für sein verletzliches Inneres war.

 

Thomas Karlauf, der Autor, der die späten Jahre fokussiert, hatte 28 Jahre lang die Bücher des Altkanzlers Helmut Schmidt betreut. Er wühlte sich durch 500 Aktenordner Notizen, Artikel und Korrespondenzen. Bisweilen ist dieses Buch daher etwas zu detail- und zitatversessen, doch es gelingt dem Autor das Politische und das sehr Persönliche in einen großen Gesamtzusammenhang zu bringen. Was sonst sehr schwierig war, sich Helmut Schmidt persönlich zu nähern, das ist Thomas Karlauf gelungen. Ein „Insider“-Buch, das in manche Kulisse blicken lässt.

 

Leser alle Demokraten, Schmidt-Fans, Sandra Maischberger, Reinhold Beckmann und Giovanni di Lorenzo

O sole mio - wie wird man Italiener?

Markus Ebert Wie man Italiener wird. In 30 Lektionen von Amore bis Zabaione KNAUR

 

In den 30 Lektionen ist zusammengefasst, was den Deutschen vom Italiener unterscheidet: Liebes Deutschland, du musst ruhiger und gelassener werden, in Italien gibt es nämlich keine Probleme, und bitte den Termin- und Zeitdruck vergessen. Alles ist in Italien „molto bello“ – sehr schön. Lerne diplomatisch zu unterscheiden zwischen dem Süden und Norden Italiens. Der Italiener liebt seine Heimat – la mia terra und italienische Mütter lieben ihre Söhne, Handys sind für die Italienerin und den Italiener erfunden worden. Verkehrsregeln – das ist dagegen ein Fremdwort in Italien. Wer liebt, stellt sich mit Freunden in den Garten der Geliebten und singt für sie eine „Serenata“. Freundschaft wird nicht eng gefasst, sondern weit definiert, der Polizist um die Ecke kann dazugehören.  Italiener haben einen Glauben und veranstalten „in door-Prozessionen“ mit einer Maria aus Pappe voran. Der italienische „Papa“ ist ein stolzer Geselle. Sonne, Strand, Meer sind Teil der Lebensphilosophie. Der Italiener liebt nicht seine „Nation“, er liebt Italien als Ganzes. Italienisches Fernsehen ist ein „Spektakel“. Schwarzarbeit wird akzeptiert. Italiener trinken den besten Wein aus Plastikbechern. Italiener leben eben in Extremen. Fazit: Italiener leben langsamer und Deutsche möchten gerne Italiener sein, schaffen es aber nicht. BASTA! Ein witziges Buch, das mit Vorurteilen aufräumt und auch welche bestätigt. Dreht man das Buch auf den Rücken, kann man es in der italienischen Sprache lesen. Gelebtes und Gelesenes Europa.  

Dunkelheit I

Ernst Pet

Ernst Peter Fischer Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit SIEDLER

 

Das Leben wechselt ab zwischen Helligkeit und Dunkelheit. Tag und Nacht. Das Dunkel ist überall, außer uns und in uns. Und in der Malerei, in der Literatur und anderswo auch. Ob Weltraum oder Tiefsee, Darkroom oder Kellerräumen, Traum- oder Wachzustand, Dunkelheit umgibt uns, hält uns gefangen, macht Angst. Mit dem Ausspruch Es werde Licht hat alles begonnen, Osram hat ein Geschäftsmodell daraus entwickelt. Das All und die Erde liegen im Schatten, der Mond hat seine dunkle Seite, es gibt so genannte Nachtmenschen, Nachteulen, in Berlin, Hamburg und Frankfurt sogar ein angebliches Nachtleben, in München jedoch kaum. Die Schlafforschung - Somnologie  - kämpft sich durch die frühen Morgenstunden und sucht nach Erkenntnis. Der Wissenschaftspublizist Fischer hält uns die Ergebnisse der Schlafforschung vors wache oder ermüdete Auge, zeigt Schlafprofile auf, spricht von Nachthormonen und „inneren Uhren“, von der Kulturgeschichte des Traumes, vom Bösen im Menschen, den menschlichen Abgründe. Bis zum Verschwinden der Nacht reicht der Bilderbogen, den der Autor uns breit aufgefächert anbietet. Ein natur- und kulturgeschichtliches Buch, sehr lehrreich, das aufgrund seines Anspruchs besser bei Tageslicht gelesen werden sollte und nicht kurz vor dem Einschlafen.

Dunkelheit II

Stephanie Grimm Schlaft doch, wie ihr wollt  Die wertvollsten Stunden des Tages und wie wir sie zurückerobern  PANTHEON

 

Wer ihn hat, kann sich glücklich schätzen, wer ihn ständig sucht, entwickelt Unzufriedenheit. Heinrich Heine spricht vom Schlaf als der „köstlichen Erfindung“. Die Autorin Grimm gibt in dem Buch Tipps wie der Schlaflose das verlorene Gut zurückgewinnen kann. Sie bietet Forschungsergebnisse, macht Ausflüge in die Hirnforschung, bricht mit Vorurteilen, begleitet uns in Schlaflabors, betreibt Schlaf-Völkerkunde. Träume als Schlüsselloch zur Seele, chronobiologische Erkenntnisse, die Autorin bietet Rezepte, um den Schlaf zurückzugewinnen, ebenso helfen diese dem Schlafsuchenden, für spezielle Probleme Lösungen zu suchen, zu finden und endlich wach zu werden, was den gesunden Schlaf angeht. Das Paperback-Buch vermeidet Ratgeber-Lyrik, ist flott geschrieben, keine wissenschaftliche Analyse, sondern ein persönliches Bekenntnis zur gesunden Müdigkeit. Also dann gute Nacht!

 

Den NAHOST-Konflikt verstehen lernen

Der ewig währende Konflikt - NAHOST. Oft besprochen. Nie gelöst! Nun erscheint ein neues Buch im CHBeck-Verlag. Harald Loch hat es gelesen.


mehr

Der Lit-Pop-Kritiker

Langeweile verbreiten, das war nie sein Fall. Lieber hart urteilen, provozieren, sich in die Nesseln setzten. Marcel Reich-Ranicki liebte das klare Urteil, nicht das weichgespülte Herumlabern, wie es das deutsche Feuilleton mitunter tut. Das von Thomas Anz herausgegebene Buch ist eine  Zusammenstellung von den Rezensionen Reich-Ranickis zur Gegenwartsliteratur.


mehr

 

Ohne Mann durch den irischen Alltag

Als ihr Mann viel zu früh stirbt, verfällt Nora Webster in einen Schockzustand. Es ist das provinzielle Irland der 60er Jahre, in dem sie nun versuchen muss, sich in einem selbstbestimmten Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zurechtzufinden. Jeder kennt jeden in der kleinen Stadt, das macht all die Entscheidungen, die sie nun alleine fällen muss, nicht einfacher. Nora ist katholisch und unkonventionell, mit grimmiger Intelligenz sucht sie neue Wege für sich und ihre Kinder. In seinem großen Roman gelingt Colm Tóibín das Porträt einer Frau, die die Unabhängigkeit ihrer Gefühle bewahrt. Nora Webster ist eine der bleibenden Frauenfiguren der Literatur.

 

mehr

Moneten-Macho Trump - eine Biographie

Michael D’Antonios lese-flüssig geschriebene Biographie zeigt den Kandidaten Trump als größenwahnsinnigen, selbstverliebten, erfolgshungrigen, EGO-manen, der aber auch das Sensibelchen spielen kann, wenn man ihn angreift.  Das Psychogramm eines „Psychos“.

 

mehr

 

Kissinger - Idealist oder Realist?

Das Buch ist gewaltig, knapp 1000 Seiten, und es zu lesen ist eine Herausforderung. Allein das Vorwort und die Einleitung machen 52 Seiten aus. Gehen wir also ans Werk, ein opus magnum. Heinz Alfred Kissinger heißt er in Deutschland - Henry Alfred Kissinger nennt er sich in den USA. Henrys gesamte Weltanschauung hat jedoch tiefe deutsche Wurzeln – seine Heimat und  Kindheit in Fürth, die erzählten Erfahrungen aus der Weimarer Republik,  die Flucht aus Nazideutschland ein deutsches Schicksal. Kissinger hat eine deutsche Seele, obwohl er sich selbst an keine interessanten oder amüsanten Begebenheiten in seiner deutschen Vergangenheit erinnern kann: Ich dagegen schon. Aber dazu ein paar Zeilen später. 

 

mehr

Boris Reitschuster: Putins verdeckter Krieg

Wladimir Putin will Russland wieder zu einer Weltmacht formen. Er kooperiert mit Anti-Demokraten, um den Westen zu destabilisieren. Seine Methoden mit Parteispenden, Propaganda und Geheimdiensteinsätzen sind manipulativ. Europa wird von Putin unterwandert.

 

mehr

Der neue Walker: ESKAPADEN

In Saint-Denis wird er nur ›der Patriarch‹ genannt: Marco Desaix, Kriegsheld mit hochrangigen Kontakten zur französischen, russischen und israelischen Regierung und Brunos Jugendidol, weil er als erster französischer Pilot die Schallmauer durchbrach. Auf seinem Schloss lernt Bruno neben dem überaus väterlichen Gastgeber auch dessen Familie näher kennen und bekommt neben vorzüglichen Trüffeln und Pâtés mehr familiäre und politische Intrigen serviert, als selbst er verdauen kann. Als am nächsten Morgen ein Gast tot aufgefunden und sofort eingeäschert wird, beginnt Bruno zu ahnen, dass dieser nur eine von mehreren Leichen im wohlgefüllten Weinkeller sein dürfte.

 

mehr  

Ich war ein Salafist

Der Salafisten-Prediger Pierre Vogel rief ihn zur Pilgerfahrt nach Mekka. Er arbeitete mit dem Islamisten-Führers Sven Lau zusammen. Dominic „Musa“ Schmitz taucht als 17-Jähriger in die Salafisten-Szene ein. 
 

Der Flüchtlingstreck und die Balkanroute

Ein langer Flüchtlingstreck ist von der griechischen Insel Lesbos in Richtung Deutschland unterwegs. Der Brüsseler Gipfel hat erste Anstrengungen unternommen, um ihn einzudämmen. Die Türkei soll helfen, stellt aber scharfe Forderungen, die erst einmal dazu führen, dass die Gipfelentscheidungen vertagt werden auf den nächsten Gipfel. Navid Kermani war im Herbst 2015 auf dieser „Balkanroute“ unterwegs. In seiner einfühlsamen Reportage berichtet er davon, warum wir die Augen vor der Völkerwanderung und deren Folgen nicht verschließen können.

 

mehr

Nemzowa: Russland wachrütteln

Vor einem Jahr wurde der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow in Moskau auf offener Straße im Angesicht der Kremlmauern erschossen. Dafür trägt Putin die politische Verantwortung, sagt Schanna Nemzowa, seine älteste Tochter. Boris Nemzow war eine wichtige Figur der russischen Opposition und ein erbitterter Gegner von Wladimir Putin. Schanna Nemzowa will das Lebenswerk ihres Vaters fortsetzen. Sie schildert, wie er sie geprägt hat – als Mensch und als Politiker, und sie zeigt auf, was sich in Russland ändern muss.
 

Stasiuk: Der Osten

Andrzej Stasiuk gilt als wichtigster jüngerer polnischer Gegenwartsautor. Er wurde 1960 in Warschau geboren, debütierte 1992 mit dem Erzählband Die Mauer von Hebron, in dem er über seine Gewalterfahrung im Gefängnis schreibt. Stasiuk wurde 1980 zur Armee eingezogen, desertierte nach neun Monaten und verbüßte seine Strafe in Militär- und Zivilgefängnissen. 1986 zog er nach Czarne, in ein Bergdorf in den Beskiden, ein Gebirge, das teils in den Äußeren Westkarpaten und teils in den Ostkarpaten liegt. Die Beskiden liegen „multinational“ zwischen Polen, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine.

 

mehr

Beginnt eine neue Terrorismuswelle? Syrien und Irak unbefriedet! Der Islamische Staat zwar regional zurückgedrängt, aber keineswegs besiegt. Der weltweit renommierte Terrorexperte Peter R. Neumann ordnet die neuen Gefahren  und Terror-Bewegungen ein und zeigt Strategien gegen den Terrorismus auf.

 

 mehr

 

Salafismus? Dschihadismus?

Eine Studie zur Identität radikaler Muslime

In Interviews und Gesprächen untersucht Abu Rumman Selbstbild und Lebenswirklichkeit junger Salafisten im Nahen Osten: Wer sind sie? Welche Wege führten sie zum Salafismus und welche wieder von ihm weg? Das politische Bewusstsein der arabischen Welt wurde unter anderem geprägt von den Auswirkungen des Sechstagekrieges 1967 und vom Golfkrieg 1991: Eine ganze Generation fühlte sich durch die Kriegsfolgen entmutigt und von der illusorischen Siegesrhetorik der Muslimbrüder getäuscht. Das Buch ist eine identitätssoziologische Studie.

 

mehr

 

Tödlicher Terror und Online-Dschihad 3.0

Der „Islamische Staat“ IS kontrolliert mehr als fünf Millionen Menschen und eine Landesfläche von der Größe Großbritanniens.  Die Gründe für sein Entstehen liegen im zerfallenen Irak, im syrischen Bürgerkrieg und in den vielfältigen Konflikten der unterschiedlichen Gruppen, Volksstämme und Glaubensrichtungen. Das Erfolgsrezept des IS liegt in der  Perfektion der strategischen Planung, in der modernsten Propagandatechnik.

 

mehr

Russland-Reflex

Das deutsch-russische Verhältnis war immer ein besonderes. Faszination für die große Tradition der Kultur, insbesondere Literatur und Musik, Interesse für die Politik, gefühlte europäische Nähe, aber auch asiatische Fremdheit und auch Angst. Seit der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine sind die deutsch-russischen Beziehungen an einem neuen Tiefpunkt. Alte Stereotype und Vorurteile sind zurückgekehrt, der politische und zivilgesellschaftliche Dialog zwischen beiden stockt. Irritationen machen sich breit. Irina Scherbakowa und Karl Schlögel beschäftigen sich in ihrem neuen Buch mit den deutsch-russischen Beziehungen.

 

mehr

Schlögel: Entscheidung in Kiew

Darf die Ukraine unabhängig sein, europäisch, oder bleibt sie unter russischem Einfluss? Was macht die Ukraine überhaupt aus? Sie war und ist ein unbekanntes Land für uns. Mit dem Krieg in den Ostregionen ist auch ein Streit über die politische und kulturelle Eigenständigkeit des Landes ausgebrochen. Seit vielen Jahren ist Karl Schlögel in der Ukraine unterwegs, in Städtebildern bringt er uns die Ukraine näher und liefert zugleich eine historisch-soziologische Analyse der Ukraine-Krise.

 

mehr

Ein neues Putin-Buch

Endspiel
Wladimir Putin im politischen Abseits? Wie konnte Putin der Erzfeind der Weltgemeinschaft werden? Putin hat mit der Krise um die Krim, die Ukraine, Georgien, Tschetschenien, den Irak die Weltordnung destabilisiert und mit seiner antieuropäischen und antiamerikanischen Politik, und was treibt er in seinem eigenen Land?  Michail Sygar, russischer Fernsehjournalist und intimer Kenner des Kremls und der Machteliten, erklärt in seinem Buch die Wandlung Putins vom Reformer zu dem Mann, den die Welt fürchtet. Putin WHO? Das war einst die Frage. In diesem Buch finden Sie die Antworten.
 

Und noch ein PUTIN-Buch von Gasparow

Garri Kasparow - Warum wir Putin stoppen müssen

 

 

Am Montag erscheint ein weiteres putinkritisches Buch vom ehemaligen Schach-Weltmeistert Garri Kasparow unter dem Titel: Warum wir Pution stoppen müssen. Die Zerstzörung der Demokratie in Russland und die Folgen für den Westen. KASPAROW wirft dasron dem westen eine zögerliche Haltung vor und fordert von der westlichen Politik die Einhaltung moralischer werte. Man müssen den Diktatoren und Terroristen die Stirn bieten bevor es zu spät ist. Putin habe sich nicht nur zu einem Diktator, sondern auch zu einer globalen Bedrohung entwickelt. "Warum wir Putin stoppen müssen" ist ein Aufruf zu handeln und die Bedrohung durch Putins Russland nicht länger zu ignorieren.

 

Garri Kasparow‎, geboren 1963 in Baku, war von 1985 bis 2000 Schachweltmeister. 2005 beendete er, an der Spitze der Weltrangliste stehend, offiziell seine professionelle Schachkarriere. Seit dem Rückzug vom Schach ist Kasparow als russischer Oppositionsaktivist tätig. Er war Vorsitzender der Vereinigten Bürgerfront und gründete unter anderem das oppositionelle Bündnis »Das andere Russland«, das mit der Begründung, es handele sich um keine Partei, nicht zu den russischen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2007/2008 zugelassen wurde. Im Dezember 2008 gründete er zusammen mit Boris Nemzow‎, der im Februar 2015 mitten in Moskau erschossen wurde, die außerparlamentarische Oppositionsbewegung Solidarnost. Garri Kasparow lebt jetzt mit seiner Frau und seinen Kindern im selbstgewählten Exil in New York. Rezension erfolgt hier demnächst

PUTINISMUS - was ist das?

Die einen halten ihn für einen lupenreinen Demokraten, die anderen trauen ihm alle Boshaftigkeiten der Welt zu, ja sogar die Steuerung von Attentaten oder Flugzeugabstürzen. Der Geheimdienstler  a.D.  Wladimir Putin ist selbst Zielobjekt vieler Kommentare, Einschätzungen, Werturteilen und auch Vorurteilen. Walter Laqueur, ein renommierter Historiker hat jetzt ein Buch vorgelegt, das minutiös, Fakten - und facettenreich Russlands Zukunft beschreibt - unter dem Titelmotto: Wohin treibt Russland?

 

mehr