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Herzlich willkommen auf meiner Website, die sich mit Büchern beschäftigt. Facesofbooks zeigt das Gesicht der Bücher und Autoren. Beachtet Titel und Covergestaltung, Aufmachung des Buches, berichtet über den Inhalt, stellt den Autor in kurzer prägnanter Form vor. Wir veröffentlichen Autoreninterviews, bieten Informationen über Bücher von heute und Bücher von gestern, die wichtig sind, aber nicht vergessen werden sollen. Sie finden Tipps, Rezensionen, Kurz-Kritiken, Neuigkeiten über Verlage und Autoren. Geben Sie uns auch Hinweise, was Ihnen gefällt oder mißfällt. Eine Website für Lesefans auch aus der digitalen Bücherwelt. www.facesofbooks.de

 
Herzliche Grüße,

Norbert Schreiber

Postfaktisch oder gefühlte Wahrheiten

Zitat

 

„Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten.“
– Daniel Patrick Moynihan, Diplomat und US-Senator

 

»Eine Demokratie befindet sich in einem postfaktischen Zustand, wenn politisch opportune, aber faktisch irreführende Behauptungen anstatt Fakten als Grundlage für die politische Debatte, Meinungsbildung und Gesetzgebung dienen. Wer diese Entwicklung bremsen will, muss verstehen, was sie verursacht.« Das ist das Credo des Buches von Vincent F. Hendricks und Mads Vestergaard POSTFAKTISCH DIE NEUE WIRKLICHKEIT IN ZEITEN VON BULLSHIT, FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN erschienen im BLESSING Verlag

 

Mit Macht dringen populistische Aussagen, alternative Tatsachen und Fake News in die öffentliche Debatte ein. So in der Verlagsankündigung von BLESSING. Desinformation hat sich so ausgeweitet, dass wir alle uns dazu verhalten müssen – Politiker, Journalisten und Bürger. Im Zeitalter der Information ist Aufmerksamkeit gleichzusetzen mit Geld, Macht und Einfluss, auch wenn das auf Kosten von Tatsachen geschieht. 

 

Mit ihrem Bestseller Postfaktisch legen die Philosophen Vincent F. Hendricks und Mads Vestergaard eine zusammenhängende Analyse der Mechanismen vor, die uns etwas als wahr betrachten oder empfinden lassen. Ihr Buch beschreibt die Entwicklung hin zu einer postfaktischen Demokratie und benennt die Gewinner und Verlierer der neuen Aufmerksamkeitsökonomie. Ein eindringlicher Weckruf zu einer Zeit, da die „Wirklichkeit“ zunehmend als eine Frage von Klickzahlen scheint.

 

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Feuer und Zorn

Es ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs «Feuer und Zorn» ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat. Der Bestseller-Autor Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten. (rowohlt)

 

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Biographie über einen grossen Liberalen:          Ralf Dahrendorf

Er wagte als Liberaler die Diskussion mit dem radikalroten Rudi Dutschke. Er trug 1968 zum Machtwechsel in Bonn bei, schon mit 29 Jahren zierte ihn ein Professorentitel, ein großer deutscher Denker und guter Schreiber, in zwei Ländern, Great Britain und Deutschland, zu Hause, 5 Jahrzehnte die öffentliche Diskussion prägend, in der Presse, im Radio, im Fernsehen präsent, Soziologe, FDP- Wahlkämpfer und Hoffnungsträger: Ralf Dahrendorf.

 

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1968 - Die Sicht von Gretchen Dutschke

1968 - Was ist geblieben? Was hat sich als Fehler, was als Illusion erwiesen? Und was hätte das Zeug, auch heute noch Lust auf eine den globalen Herausforderungen sich stellende Protestbewegung zu machen? Es sollte nicht weniger sein als eine weltweite Revolution. Tatsächlich hat sich die 68er-Utopie einer globalen Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung nicht umsetzen lassen. Irgendwo ist er hängen geblieben, der große Traum von einem ganz anderen, einem freien Leben für alle. Dass aber doch etwas und sogar nicht einmal so wenig von diesem Widerstand gegen die autoritär „verwaltete Welt“ (Adorno) von damals in unserem Land nachwirkte und wirkt, gehört neben dem Scheitern ebenso zur Bilanz dieses wirkmächtigen „Tumults“ (Enzensberger).

 

Gretchen Dutschke, die Frau des Revolutionärs Rudi Dutschke, dem Urvater der Studentenrevolte, trägt auch ein Erkenntnisbuch zur Debatte um die Alt-68er bei. Ihre persönliche Geschichte sei mit der deutschen Geschichte aufs engste verbunden, sagt sie, und deswegen schreibt sie dieses Buch. GRETCHEN DUTSCHKE 1968 WORAUF WIR STOLZ SEIN DÜRFEN KURSBUCH.EDITION

 

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Das andere Achtundsechzig GESELLSCHAFTSGESCHICHTE EINER REVOLTE

50 Jahre nach „1968“ ist es Zeit für einen neuen Blick auf die Ereignisse, die bis heute die Republik teilen, in die Beurteiler 68 gescheitert oder 68 erfolgreich? Anhand von erstmals ausgewerteten Quellen erschüttert Christina von Hodenberg alte Gewissheiten und zeigt das andere Achtundsechzig jenseits der immer wieder aufgefrischten Legenden auf. In unserer Erinnerung ist Achtundsechzig eine Angelegenheit junger männlicher Studenten in Großstädten wie Berlin und Frankfurt. Im Hintergrund wirkt ein Generationenkonflikt, der sich aus dem Streit um die NS-Vergangenheit speist. Rudi Dutschke, der SDS und die Berliner Kommune I stehen im Mittelpunkt der Darstellung. Doch war das wirklich alles? Christina von Hodenberg zeigt, was an diesem Bild nicht stimmt.

 

mehr Das politische Buch

Robert Habeck: Beim Schreiben denken

Die Politik- und Parteienverdrossenheit begleitet uns Wähler seit vielen Jahren.  Das Politiker-Bashing erfolgt bei den Protestdemos, in Talkshows und Comedy-Sendungen. Politik, pfui, ein garstiges Geschäft, und die Politiker geldgeil, korrupt, Lügner, Fake-News-Produzenten. Da kommt der Schriftsteller und engagierte Familienmensch Robert Habeck und erzählt in seiner politischen Autobiografie, warum er sich als Quereinsteiger dennoch seit fünfzehn Jahren bei den Grünen engagiert und jetzt an der Spitze der Partei steht.  In einer klugen und brillant geschriebenen Biographie beschreibt Habeck: Welche Gesellschaft wollen wir sein? In welcher Zukunft wollen wir leben?

 

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Vom Lesen, Schreiben und Reden

 

Die Poetologie des Brühwürfels

 

Wer schreiben will, muss auch lesen können: Katja Lange-Müllers Berichte aus der eigenen Werkstatt und über die Geheimnisse der großen »Kollegen«, von Herman Melville, Johann Peter Hebel, Mark Twain, Heinrich von Kleist bis zu Adolf Endler und Wolfgang Hilbig.

Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller ist ein Glücksfall für die deutsche Literatur der Gegenwart, weil sie in ihren Büchern literarische Brillanz mit einem umwerfenden Humor verbindet.

Dieses Kunststück gelingt ihr nun in gleicher Weise in den Frankfurter Poetikvorlesungen, in denen sie 2016 über das literarische Schreiben, das Lesen von Literatur, über ihre eigene literarische Biografie und vor allem über die von ihr hochgeschätzte literarische Gattung der Erzählung spricht.

 

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Promi-Interviews als Computertomographie   - Sven Michaelsen

Bonmots von bonhomme et bonne femme. Worte, Sätze, Weisheiten, Bekenntnisse, Erkenntnisse, Philosophisches, Alltägliches, Gescheites, Banales, ein Panorama der Plappermäuler, die ihr Innerstes aufs Äußerste entblössen.


WARUM?

 

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Vom Essen, Trinken, Leben und SEIN

 

Braucht es eine Gebrauchsanweisung für die Pfalz? Der Pfälzer ist bei sich und weiß, wie er mit sich selbst umzugehen hat.
Und der Nichtpfälzer, ja, stimmt, dem kann es nicht schaden. Ich muss also mein vorschnelles Urteil als rezensierender nach Bayern ausgewanderter Pfälzer etwas revidieren: Das Buch lohnt sich für Pfälzer und Nichtpfälzer. 

 

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Leggewie: EUROPA ZUERST

„Europa zuerst!“ – Europa muss unabhängig werden, darf dabei aber nicht in einen europäischen Nationalismus zurückfallen, fordert der Politikwissenschaftler Claus Leggewie. Wer nimmt sich des Wandels an und entwickelt Handlungsspielräume in Europa?

 

In der heutigen politischen Debatte spielt der europäische Rechtspopulismus mit fremdenfeindlichen Parolen eine viel zu große Rolle. Doch Claus Leggewie zeigt: Längst haben sich starke Gegenbewegungen gebildet, die sich ein freiheitliches, weltoffenes und gerechtes Europa nicht nehmen lassen wollen heißt es in der Verlagsankündigung von Ullstein.

Mit genauem Blick beschreibt und analysiert Claus Leggewie, einer der wichtigsten Politologen Deutschlands, verschiedene proeuropäische Basisbewegungen und Netzwerke in verschiedenen Ländern des Kontinents: neue Parteien, Vereinigungen und NGOs. Er macht deutlich, warum sie die wahren Europäer sind, wie sie europafeindlichen Strömungen entgegentreten, aber auch, wie man den Stillstand der europäischen Institutionen überwinden kann. Leggewie macht Hoffnung: Das Europa der Zukunft ist basisdemokratisch, kosmopolitisch, bürgernah und sozial gerecht.

 

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Die Farbe Rot                                          URSPRÜNGE UND GESCHICHTE DES KOMMUNISMUS

 

"Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes – ein Karminrot. Dies ist die Farbe deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. Blau ist der Himmel über dir."

Mit diesen Sätzen beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte des Kommunismus, die von der alten in die moderne Welt und bis heute reicht. In seiner meisterhaften Darstellung holt er den Kommunismus aus dem Reich der reinen «Ideen» auf den Boden der wirklichen menschlichen Geschichte zurück. Er macht auf neue Weise plausibel, warum Marxismus, Sozialismus und Kommunismus eine naheliegende Antwort auf die vom modernen Kapitalismus erzeugten Umwälzungen waren.

 

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Beethoven: Der Schöpfer und sein Universum

Martin Gecks großes Werk über Beethoven ist die „Vermessung der Musik“ eines Genies. Geck geht ungewöhnliche Wege in seinem Beethoven-Porträt, indem er die Vorbilder Beethovens, seine Zeitgenossen und Nachfahren kontrastierend in den Raum stellt. Welchen Einfluss hatten Shakespeare und Rousseau zum Beispiel auf Ludwig van Beethoven, welches Verhältnis pflegte er zu seinen Zeitgenossen wie Goethe, Napoleon und Schubert? Fazit eines Rezensenten: »Martin Gecks neues Beethoven-Buch ist ein großer Wurf. (...) Womöglich ist das beste Buch zum anrollenden Beethoven-Jahr 2020 schon erschienen.«


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Fremde Freunde: Deutsche und Russen

"Russland, dieses schöne Reich, /Würde mir vielleicht behagen, /Doch im Winter könnte ich/dort die Knute nicht ertragen." Heinrich Heine

 

Kata Gloger, langjährige Korrespondentin des STERN in Moskau hat ein Russland-Buch mit dem Titel „Fremde Freunde. Deutsche und Russen. Die Geschichte einer schicksalhaften Beziehung“ (BERLIN-Verlag) geschrieben. Sie erinnert darin an die besondere Verantwortung, die die Deutschen dem Land gegenüber tragen. Deutsch-russische Geschichte prägt die Gegenwart. Doch aus der Modernisierungspartnerschaft mit Russland ist nichts geworden.  Katja Gloger führte auch persönliche Gespräche mit Staatsmännern, Historikern und mit Menschen in Russland, die Krieg und Verfolgung erlebten - und heute für Versöhnung kämpfen. Ein vielfarbiges Buch über „Fremde Freunde“.


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Saviano/Lorenzo Erklär mir Italien

Italien, da wird einem warm ums Herz. Das Land, wo die Zitronen blühen. Und kalt zugleich, weil im Süden die Mafia regiert. Warm, weil die Opernarien („Belcanto“) so ans Herz gehen. Und kalt, weil die Politiker so korrupt sind. Das warme Italien und seine Landschaften sind Sehnsuchtsort der Deutschen immer schon gewesen, das kalte Deutschland liebt eben das warme Italien, das Sorgenkind Europas. Die zwei Gesichter Italiens, sie wirken schön und hässlich sogleich. Roberto Saviano, Mafia-Experte und Giovanni di Lorenzo, Experte für Talk und Interviewbücher (zum Beispiel mit Helmut Schmidt) machen sich auf, in einem 265-Seiten Buch uns Italien zu erklären. 

 

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Keine Massenabfertigung: Der Brenner-Krimi

Der Brennerpassa Durchgangsstrecke, als Autofahrer will man die Strecke nach Südtirol schnell hinter sich bringen, bloß nicht anhalten. Doch genau das macht der Autor Lenz mit dem Leser, ihn festhalten, fesseln an einen Schauplatz, wo Drogenhändler sich tummeln, deutschitalienischösterreichische Geschichte sich abspielte, verschiedene europäische Kulturen, Sprachen, ess- und Trinkgewohnheiten aufeinandertreffen. Die Leiche: ein alter Mann, dazu ein alter Koffer voller Geheimnisse, die alpenländische Traum- und Horrorkulisse, ein Kommissar aus dem Norden und einer aus dem Süden, genaue Landschaftsbeschreibungen, Geschichtshintergründe, örtlich-sptachliche Prägungen, das sind die Rezeptanteile für diesen Krimistoff, der mehrere Handlungsebenen verstrickt, ihne zu verworren zu sein. Der kaputte Sehnsuchtsort durch Autobahntrassen zerstört, kein Ort zum Aufenthalt, und doch leben und morden Menschen dort. Der Autor fängt Lokalkollorit ein, mischt es mit Besonderem, (der Kommissar liebt Gustav Mahler, das Opfer wird mit einem Pferd zu Tode geschleift) kontrastiert die schrecklich modernen mit den guten alten Zeiten. Wir erfahren sogar, dass südtiroler Hoteliers die Kirchenglocken wegen der Touristen zum schweigen gebracht haben. Autobahnbeton trifft Alpengranit und dazwischen agieren Gut und Böse. Der Brenner Müllhalde für die Touristen und Lebensraum für Einheimische, Händler, Schmuggler, Geheimdienstler, die Finanzpolizei, für Legale und Illegale. Es bleibt nicht bei dem einen Toten, aber mehr sei hier nicht verraten. Griffige Dialoge, plausible Handlungsstränge, genaue Personenbeschreibungen, Gefühlslagen vermitteln ein zuweilen etwas dunkles Stimmungsbild. Es dunkelt etwas zu oft: „Er muss verschwinden. Für immer. Er wird verschwinden im Dunkeln.“  Der politisch-geschichtliche Handlungsstrang ist nicht aufdringlich, (“Die Wirklichkeit ist das, was uns erzählt wird.“) und der Autor erzählt sie gut. Ein Buch für den Südtirolurlauber, den Brennerstau-Steher und den geschichtlich Interessierten.

Literatur und Musik aus Tschechien

Fotos: Günther Hannes und Vaclav Chabr

 

 

Präsentation des Buches merian porträts PRAG in der Rotwald-Glashütte in Zwiesel

 

 

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Der Geschmack Europas

Betrachtet man die europäische Politik kann dem Genießer des europäischen Zusammenwachsens der Appetit gründlich vergehen, in der groben Fernsehsprache der HEUTE-SHOW-Kabarettisten würde das heißen: Uns kommt das große Kotzen. Gegen solche europäischen Magenverstimmungen hat der österreichische Verleger Lojze Wieser ein Rezept – ein Rezeptbuch, das Kulturelles und Kulinarisches vereint.

 

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Peter Handke wird 75

Der Schriftsteller von Weltruf, Literat und Autor für das Theater feiert seinen 75. Geburtstag. Peter Handke ist am 6. Dezember 1942 in Griffen/Kärnten geboren. Sein Erstling hieß "Die Hornissen". Mit der "Publlikumsbeschimpfung" wurde er international bekannt. Der Schriftsteller lebt in einem Vorort von Paris. Aktuell erschien sein neuestes Buch: "Die Obstdiebin – oder – Einfache Fahrt ins Landesinnere". Siehe Rezension unter Belletristik. Für den Hessischen Rundfunk hr2 und die Sendung "Doppelkopf" traf Norbert Schreiber Peter Handke in seinem Haus im Pariser Vorort Charlesville. Thema war in dem einstündigen Interview auch die sehr umstrittene Kosovo-Frage, seine Äußerungen zu den Kriegspateien insbesondere Serbien und sein Auftritt am Grab von Milosevic hatten in den Medien großes Aufsehen erregt. Hier ein Ausschnitt aus dem Interview. 

 

Peter Handke zum Kosovo-Krieg
Peter Handke hatte "literarische Ausflüge" ins Kriegsgebiet unternommen und war für seine Meinungsäußerungen in die internationale Kritik geraten.
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MP3-Audiodatei [8.4 MB]

Handke ist wieder unterwegs

 

Peter Handke ist immer irgendwie unterwegs. Und seine Protagonisten ebenso. Auch in seinem neuen Roman: Peter Handke: Die Obstdiebin - oder einfache Fahrt ins Landesinnere

 

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Doppelkopf hr 2 Norbert Schreiber interviewt Peter Handke
Eines der seltenen Interviews das Peter Handke gab
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MP3-Audiodatei [45.1 MB]

Peter Handke: Tage und Werke 
 
Peter Handke
Tage und Werke
Begleitschreiben
Euro 22,95 [D]

 
Zum Dasein als Schriftsteller gehört notwendigerweise eine Existenz als Leser. Und über das Gelesene schreibt er dann in der Regel: Solches Wechseln zwischen den Positionen ist Peter Handke, wie seine Essay-Bände seit Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms aus dem Jahre 1972 belegen, zur lieben Gewohnheit geworden. Der vorliegende Band versammelt Texte ausschließlich zur Literatur, also Begleitschreiben zu Autoren und ihren Büchern. 

Peter Handke, Thomas Oberender: Nebeneingang oder Haupteingang? 
 
Peter Handke, Thomas Oberender
Nebeneingang oder Haupteingang?
Gespräche über 50 Jahre Schreiben fürs Theater

 

LOB DER SCHLECHTEN LAUNE

Miesepeter aller Länder vereinigt euch. Schlechte Laune ist salonfähig als Laster und bei Literaten, im Familienstreit und beim Pubertier, selbst Philosophen und Wissenschaftler wissen, was es heisst, wenn einem eine Laus über die Leber läuft.

Andrea Gerck weiss viel viel mehr...

 

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Über das Verschwinden und Vergessen

Gestriges und Vergangenes finden wir in Museen oder Erzählungen wieder. Doch wie hält man das Verschwinden fest. Die Fotografin Nina Schütz hat in einem Fotobuch VERLASSENE ORTE dokumentiert.

 

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Hinter den Fronten des Dschihad

Souad Mekhennet ist Journalistin mit Migrationshintergrund mit türkischer Mutter und marokkanischem Vater. Sie ist als Gastarbeiterkind in Deutschland aufgewachsen, recherchiert seit dem 11. September 2001 über den islamistischen Terror in der ganzen Welt und arbeitet als Mitglied im Investigativteam der Washington Post. 

 

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Susanne Scholl Wachtraum

Susanne Scholl war Moskau-Korrespondentin des ORF. Jetzt veröffentlicht sie einen ihrer persönlichsten Romane über eine jüdische Familie in Wien. 


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Der Geistesaristokrat im Drogenrausch

Der Manesse-Bucheinband: rotweinrot, und er liegt sanft wie Samt in der Hand, so mild und weich wie auch ein guter Rotwein sich anfühlen kann. Baudelaire gibt uns in diesem 222-Seiten-Büchlein seine Lebensweisheiten und Lebens-Tipps, seine Alltags-Beobachtungen und tiefsinnigen Analysen mit auf den Weg, seine Erfahrungen und guten Ratschläge an die Hand.

 

Es ist eine faszinierende Mischung der Themen, die nicht weiter und breiter sein könnte. Neben der LIEBE, die er groß schreibt, stehen Ratschläge für junge Literaten, neben einem Text über Wein und Haschisch beschäftigt sich der Autor mit Spielzeug. Er schreibt über die „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert und er rezensiert die Aufführung von Richard Wagners „Tannhäuser“ in Paris.

 

Der Anmerkungsapparat ermöglicht uns, den Text zeitgenössisch einzuordnen und besser zu verstehen. Die editorischen Notizen zeigen uns, wo die Schriften zuerst veröffentlicht wurden und last but not least führt uns im Nachwort von Tilman Krause in das Schaffen des französischen Autors ein, der in diesem Jahr vor 150 Jahren an den Spätfolgen der Syphilis verstorben ist.

 

Blättern wir bei Baudelaire: Liebe „das Wichtigste im Leben“ für den „schrägen Vogel“ und „Dandy“ (Krause), der ,seinen geschlechtlichen Trieben folgend, dafür plädiert die Sexualität auszuleben: „Wenn Sie keine wahren Menschen sind, seien Sie wahre Tiere.“

 

Dem erfolglosen Schriftsteller empfiehlt er: „Untersuche die Marktlage und verhalte dich entsprechend.“

 

Regeln, Auflagen, Zwänge der Gesellschaft, engen die Menschen ein, da helfen Wein und Haschisch als Drogen, sich zu befreien, die Persönlichkeit über alle Maßen zu steigern. Das Laster und die Lust, der Rausch als Mittel, um die Grenzen der irdischen Gegebenheiten zu überwinden, das “Irdische“, die „Bourgeoisie“, das „Mondäne“ hinter sich zu lassen. Auch Wagners Musik berauscht ihn.

Und manchmal hört Baudelaire den Wein sprechen. „Wer nur Wasser trinkt, hat vor seinen Mitmenschen etwas zu verbergen.“ Und schließlich erhofft sich der Geistesaristokrat Baudelaire eines Tages die Situation, dass ein philosophisch begabter Arzt eine Studie über die Seelenkunde des Weins und der Menschen verfasst. Seine Analyse gipfelt in dem schlichten Satz über Wein: „Jeder kennt den Wein und jeder liebt ihn."

 

Auch ich.

 

Und ich liebe dieses Manesse-Buch und den frechen Autor Baudelaire allemal. Ein Buch für Büchermenschen und Weinliebhaber, jedes Wort Schluck für Schluck zu genießen.

 

PRESSE

»Ein wunderbares Buch ... Baudelaire erzählt hier sehr geistreich von der Apologie des Weines, der Literatur, von dem Rausch, den wir durch die Musik erhalten können.« 

3sat, buchzeit, Barbara Vinken (25.06.2017)

 

LINK


Bayerischer Rundfunk
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiotexte/baudelaire-wein-und-haschisch-100.html

 

3sat
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=67513

 

Deutschlandfunk
http://www.deutschlandfunk.de/vor-150-jahren-der-franzoesische-schriftsteller-charles.871.de.html?dram:article_id=394629

 

 

Charles Baudelaire Wein und Haschisch MANESSE

 

Vom Altmeister des Spionageromans: Carré

1961: An der Berliner Mauer sterben zwei Menschen, Alec Leamas, britischer Top-Spion, und seine Freundin Liz Gold. 2017: George Smileys ehemaliger Assistent Peter Guilliam wird ins Innenministerium einbestellt. Die Kinder der Spione Alec Leamas und Elizabeth Gold drohen, die Regierung zu verklagen. Die Untersuchung wirft neue Fragen auf: Warum mussten die Agenten an der Berliner Mauer sterben? Hat der britische Geheimdienst sie zu leichtfertig geopfert? Halten die Motive von damals heute noch stand? In einem dichten und spannungsgeladenen Verhör rekonstruiert Peter Guilliam, was kurz nach dem Mauerbau in Berlin passierte. Bis George Smiley die Szene betritt und das Geschehen in einem neuen Licht erscheint.

 

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Jenseits von Afrika

Viele Zuschauer haben die Verfilmung des Romans „Jenseits von Afrika“ gesehen – die preisgekrönte Hollywood-Verfilmung durch Sidney Pollack – mit Meryl Streep und Robert Redford in den Hauptrollen – auch dieser Film beförderte das Buch von Tania Blixen in den Rang eines Klassikers, der jetzt neu im MANNESSE-Verlag herausgegeben wurde.

 

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Allons enfant...die französische Revolution

Die Französische Revolution: ein Jahrhundertereignis, das immer wieder neu erzählt und gedeutet wird. Auf die Frage nach den Ursachen gibt es viele Antworten: Eine Krise des absolutistischen Staates. Verelendung des Volkes. Überhöhte Brotpreise. 
Die Revolution vollzog sich in drei parallel laufenden Bewegungen: der Forderung nach einer konstitutionellen Monarchie nach britischem Vorbild, einem gewalttätigen Protest in der radikalen Terrorherrschaft und einer demokratisch-republikanischen Revolution, die in der Aufklärung wurzelte. Dieser dritten Bewegung attestiert Jonathan Israel die zentrale revolutionäre Energie. 


Der international angesehene Experte vertieft und ergänzt so - in einem RECLAM-Band - das überkommene Bild durch eine neue überraschende Dimension. Die radikalen Aufklärungsphilosophen Frankreichs dachten säkular und erklärten die Vernunft zur grundlegenden Triebkraft geschichtlichen Fortschritts. Damit bereiteten sie den umwälzenden Ereignissen den Weg, spalteten aber zugleich deren Führer in feindliche ideologische Blöcke.

 

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Der fremde Freund Frankreich

In seinem philosophisch-literarischen Großessay führt Bailly die Beobachtungen und Reflexionen aus seinen Reisen auch in entlegene Gegenden Frankreichs zusammen, immer mit dem Ziel, die Identität der Republik zu erfassen und die in ihr gespiegelte Landschaft und Gesellschaft auf seine Weise zu kartografieren. Landschaftsbuch, Soziogramm und Reportage in einem, führt er uns von einer Fabrik für Fischernetze im alten Bordeaux zu Rodins Atelier in Meudon, von einem Karpfenteich in Fontainebleau, an dem Franz I. schon spielte, bis zu einem Gehöft in Roche, das 1918 von Deutschen gesprengt worden war. Bailly lässt sich führen und verführen von Leuten und Flüssen, Geschichten und Geschichte und legt ein buntes Mosaik des heutigen Frankreich.

 

 

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Demski: Den Koffer trag ich selber  - Erinnerungen

Die Journalistin  und Buchautorin Eva Demski hat ihre Erinnerungen im INSEL-Verlag vorgelegt - ein Lebenspanorama.

 

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Ronaldo und Football Leaks vor Gericht

Ein Foul im Fußball wird meist bestraft. Nicht immer. Ist das bei Finanzskandalen der „Geldmeister“ auch so? Dass Steuerhinterziehung der „Rasen-Beschäftigten“ ungeahndet bleibt? Der federführende SPIEGEL hatte Ende 2016 enthüllt, dass die Weltstars des Fußballs in dunkle, schmutzige und kriminelle Geschäfte verwickelt sind. Die Unterwelt spielt mit. Renommierte Klubs wie Real Madrid, Juventus Turin oder Manchester United wurden genannt. Es geht um Strohmänner, Beraterhonorare, Erfolgsprämien, Transfergelder, Vertragsverlängerungen im zweistelligen Millionenbereich.

In Steuerparadiesen werden die Geschäfte abgewickelt, und der europäische Fiskus hat das Nachsehen. Minderjährige Talente aus Entwicklungsländern träumen von der Fußball-Karriere, und genau auf die wird gewettet. 1,9 Terrabyte Daten hatte ein unbekannter Macher dem SPIEGEL überlassen, die Enthüllung FOOTBALL-Leaks war auf dem Wege.

 

18,6 Millionen Dokumente waren auszuwerten. Spieler gelten als Investment und Handelsware. Der Markt ist wie entfesselt, globalisiert, kaum geregelt.

 

Ist es wirklich so, dass Vereinspräsidenten sich bereichern, Spieler sich die Taschen vollstopfen, Ablösesummen in Steueroasen landen und mitkassiert wird bei Werbeeinnahmen, die in verschachtelten Firmenkonstruktionen versteckt werden?

 

In 25 Kapiteln entwickeln die beiden SPIEGEL-Autoren Rafael Buschmann und Michael Wulzinger auf dem Spielfeld ein Kapitalszenario, das seinesgleichen sucht. Wir lernen den Enthüller „JOHN“ kennen, der im Verborgenen bleibt als „Assenge des Fußballs“.

 

Bei Transfers werden mal schnell 524 Prozent Gewinn gemacht, maltesische Finanzgeflechte sorgen dafür, dass der Rubel, Euro, Dollar rollen. Wer Ronaldo für ein paar Minuten werbemäßig filmt, muss schnell mal 1,2 Millionen für Werbesekündchen locker machen.  Der Weltwerbestar wird gefördert von Unilever, Kentucky Fried Chicken, dänischen Unterwäschefirmen, Videospiele-Herstellern und Toyota. Bilanzsumme im Jahr 2016 32 Millionen Dollar. Ob sich der Stürmerstar eines Finanzdelikts schuldig gemacht hat, wird nun geprüft werden müssen.

 

Werden da Nachzahlungen („Nachspiel“?) reichen oder wechselt Ronaldo vom Rasengitter der Fußballfelder hinter schwedische, spanische oder portugiesische Gardinengitter? Ablösesummen steigern sich auf 80 -100 Millionen, da kommen dem Fan mitunter die Tränen angesichts der Fernsehverträge, Ablösesummen und Werbeeinnahmen. Ab Seite 75 plaudern die Hintermänner von FOOTBALL-Leaks über die Enthüllungen. Spannend! Spannender als manches Champions League-Spiel.

Dass SAP sich einen Fußballverein leistet (Hoffenheim), RED BULL Leipzig aufgebaut hat, immer schon Firmen wie VW oder BAYER den Fußball gefördert haben, wissen wir ja, aber dieses Buch ist eine Art „Videobeweis“, mit dem wir nachvollziehen können, was sich hinter den Kulissen vor allem international abspielt. Nur in globalisierten Recherche-Netzwerken lassen sich solche riesigen Datenmengen bewältigen und mit Hilfe des PCs, der CDs, USBs, Tablets, Smartphones und Mails und anderer technischer Möglichkeiten soweit der Unterstützung weltweit recherchierender Medien.

 

Das Thema geht jetzt juristisch „in die Verlängerung“, mutmaßlich gibt es zusätzlich weitere Nachspiele, denn die Journalisten haben weiteres Datenmaterial „auf der Spielerbank“ gebunkert, sozusagen aus den Katakomben des Fußballs heraus geholt.

Nun stehen auch die Richter auf dem Rasen. Sozusagen als Schiedsrichter. Mal sehen, wie sie pfeifen? „FOOTBALL-Leaks. Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball“ ist im SPIEGEL Buchverlag bei dva erschienen.

Rafael Buschmann,    geboren 1982 im polnischen Zabrze, studierte in Münster und Neu-Delhi/Indien Germanistik, Psychologie, Sport und Pädagogik. Seit 2010 war er Reporter im Sportressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er 2013 zum SPIEGEL wechselte. Dort schreibt er vor allem über die Fußballnationalmannschaft, Matchfixing, Geldflüsse im Fußball, Rechtsextremismus im Sport sowie die Ultra- und Hooliganszene. Für die Enthüllungsgeschichte über die mutmaßlich gekaufte Weltmeisterschaft 2006 („Das zerstörte Sommermärchen“) gewann er mit seinen Kollegen 2016 den Henri-Nannen-Preis.

 

Michael Wulzinger,    geboren 1965 in Dortmund, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik in Freiburg und Sevilla und kam nach Stationen bei der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ und der „Badischen Zeitung“ 1997 ins Sportressort des SPIEGEL. Von 2009 bis 2016 war er Ressortleiter der Sportredaktion, seither arbeitet er im Ressort Deutschland mit dem Schwerpunkt investigative Recherche.

INTERVIEW mit dem SPIEGEL-Autor              Rafael Buschmann Reporter Sport DER SPIEGEL 

Kann man noch Fan bleiben angesichts der Daten und Zahlen des Fußball-Geschäfts, die ins Astronomische steigen?

 

Ich liebe dieses Spiel weiterhin. Und es gibt nur wenige schönere Momente als mit den Kumpels abends im Park zu kicken und danach ein gemeinsames Bier zu trinken. Fußball ist so viel mehr als der Profisport und vielleicht ist das das Ärgerlichste für mich: Diejenigen, die am meisten von diesem großartigen Sport profitieren, die Profis, vergehen sich dermaßen an ihm. Und an den Leuten, die sie groß gemacht haben. Cristiano Ronaldo spielt in Spanien, einem Land mit rund 40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit. Und er zwackt diesem Land mehr als 150 Millionen an Werbegeldern ab, die er über Firmen in Irland und auf den British Virgin Islands abführen lässt. Von den 150 Millionen bleiben Spanien auf diese Weise rund sechs Millionen Euro an Steuern. Geht’s noch? Und klar, diese Gedanken gehen mir schon durch den Kopf, wenn ich das Champions-League-Finale schaue und sehe wie Ronaldo den nächsten Titel gewinnt. Und dafür gefeiert wird. Das ist rein rational gesehen ziemlich schwierig zu kapieren.
 

 

Jetzt spielen auch der asiatische Raum mit, und die Wüstenscheichs, und die Champions League, Fernsehrechte gehen ans Privatfernsehen, da ist doch nur folgerichtig, wenn alle Clubs an die Börse gehen und eine Art Football-DAX oder DOW JONES gestartet wird. Fußball als Teil des Finanz- und Kapitalmarktes und Sport adé?

 

Es gibt bereits Vereine wie Borussia Dortmund oder Manchester United, die börsennotiert sind. Aber ein echter Heilsbringer war der Gang an die internationalen Finanzmärkte für Fußballclubs bislang nicht. Sie haben stattdessen in den vergangenen Jahrzehnten verstärkt den Weg in die Hände von Investoren gesucht. Es ist tatsächlich auch der einfachere Weg. Investorengeschäfte im Fußball sind im Vergleich zu einem Börsengang nahezu vollkommen unkontrolliert und -reglementiert. Ein Investor kann kurz-, mittel- oder langfristig in einen Verein einsteigen. Es ist ihm selbst überlassen, wie viel Geld er in den Klub pumpen möchte und auf der anderen Seite gibt es kaum Kontrollen über die Geldflüsse. Spricht man mit Steuerfahndern oder erfahrenen Ermittlern, sagen sie oft, dass der Fußball mittlerweile zu einem nahezu perfekten Geldwäscheautomaten geworden ist. Damit einher geht natürlich auch Steuerbetrug und Korruption. Wir konnten in den Football-Leaks-Dokumenten Hunderte Briefkastenfirmen in Übersee finden, deren wirklicher wirtschaftlich Berechtigte für europäische Steuerfahnder fast unmöglich zu entschlüsseln sind. Solche Systeme ermöglichen alles: Von Kickbacks bis zur handfesten Korruption.


 

Sollte der Zuschauer nicht zur A,B und C-Klasse wechseln oder zum Frauenfußball, oder sind da die Sitten auch schon verroht?

 

 

Das muss jeder für sich entscheiden und wir wollen uns auch nicht zu denjenigen aufschwingen, die zum Boykott des Fußballs ausruft. Wir wollen mit unseren Texten und Artikeln aufklären, was jeder einzelne mit den Informationen anfängt, ist ihm komplett selbst überlassen.

fremdgehen - ein Handbuch für Frauen

Gibt es die ewige Liebe – die ewige Treue? Die fremdgehen-Autorin Michèle Binswanger meint NEIN! Ob One-Night-Stand oder Liebelei, Affäre oder Doppelbeziehung, der Varianten sind viele. Der Seitensprung in all seinen Varianten ist das Thema der Frauen, und da es sich hier um eine Handlungsanleitung handelt, steckt in dem Buch ein gewisses Ermunterungsmoment.

 

Fremdgeherinnen, Sexologinnen und Paartherapeuten kommen zu Wort und prominente Fremdgeherinnen legen ihrer gesammelten Affären-Bekenntnisse ab. Binswanger diskutiert falsch verstandene Treue, Monogamie, Polyamorie, stellt fest daß Frauen diskreter als Männer fremdgehen, weil sie ihre Beziehung verlassen oder eben auch retten wollen.  Die Kapitel beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Beziehungsmodellen, des Weiteren mit der Nymphomanie, mit dem Thema Wahrheit und Lüge, der Kunst des Fremdgehens. Haben Liebhaberinnen eine Moral? Nabokov meinte einst: „Fremdgehen ist die konventionellste Art, sich über Konventionen zu erheben.“ 


Das Bürgertum und die Romantik haben unsere Vorstellung vom Lieben geprägt. Aber im richtigen Leben gibt es eben auch Schlampen, wenn Frauen auf ihre Sexualität reduziert werden. Wir verfolgen polyamor-Lebensläufe, Nymphomanie, gesteigerte Libido, Dominanz und Demut, Obsession, frühere historisch volkskundliche Sittengemälde, promiskuitive Lebensläufe, Einzelschicksale, Befreiungs-Akte, Affären und Abenteuerlust. Ein Seitensprung ist ein AUSBRUCH. Manche halten es dann mit Voltaire: „Alles, was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen.“ 
Die Seitenspringerin sollte bedenken wie gründlich gelogen werden muss, wie ein perfektes Alibi aussieht, an welchen Orte das ganze geschieht. Der Appell lautet: Meide den PC, telefoniere nicht, bewahre die Routine bei.

 

Ein Buch mit vielen PHALL-Beispielen. Erschienen bei Ullstein Extra. 

 

Dieter Hildebrandt - Texte des Altmeisters

Das Lebenswerk des großen deutschen Kabarettisten Dieter Hildebrandt erschien zum Jahrestag seines 90. Geburtstages als Buch. Dieter Hildebrandt prägte als Kabarettist, Satiriker, Buchautor und Fernsehschaffender die öffentliche Debatte in Deutschland seit den frühen 1950ern bis zu seinem Tod im Jahr 2013.

 

 

In München hatte ich die Gelegenheit mit dem renommierten Lektor des Blessing-Verlags Rolf Cyriax ein Interview zu führen. Er hat alle Bücher von Dieter Hildebrandt bearbeitet.

 

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Yeah, Yeah, Yeah  - 1967 das Schaltjahr des Pop

Die Popmusik kommt in die Jahre. 50 Jahre ist es her, seit THE BEATLES das legendäre Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club veröffentlich haben.  Antonius Weixler (Hrsg.), Gerhard Kaiser (Hrsg.), Christoph Jürgensen (Hrsg.) haben jetzt bei Wagenbach ein pop-historisches Buch vorgelegt mit dem Titel YOUNGER THAN YESTERDAY - 1967 ALS SCHALTJAHR DES POP. Mit Beiträgen von Moritz Baßler, Heinrich Detering, Gerhard Kaiser, Frank Witzel u. a.

 

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In Memoriam: Hildegard Hamm-Brücher

Hamm-Brücher: der Citoyen
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Deutsche Vergangenheit
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Wählerfrust
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Verfassungsfragen
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Zukunft der Demokratie
Gauck-Hamm-Brücher-Zukunft der Demokrati[...]
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Bedrohungen der Demokratie
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Wiedervereinigung
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Europa und Deutschland
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Unser Grundgesetz
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Das Grundgesetz und seine Artikel
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Dankesworte Weizsäcker
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