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Herzliche Grüße,

Norbert Schreiber

„Europa und das Meer“ 

Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Berlin vom 13.6. 2018 bis zum 6.1.2019


Bericht von der Pressekonferenz und der Vorbesichtigung
 
Die wichtigste europäische Ausstellung läuft gerade im Deutschen Historischen Museum in Berlin an. Sie wechselt die Perspektive indem sie die Geschichte unseres Kontinents erstmals vom Meer aus zeigt und diskutiert. „Europa und das Meer“ ist der Versuch, das Bewusstsein der Menschen auf die gar nicht zu überschätzende Bedeutung zu lenken, die das Meer für die Entwicklung Europas hatte und immer noch hat. Die meisten Einflüsse, die von Europa ausgingen oder die Europa empfing, führten über das Meer. Die Sonderausstellung erzählt und zeigt mit 400 teilweise sensationellen Exponaten hochkarätiger Leihgeber aus vielen Ländern auf zwei Etagen die mannigfaltigen Aspekte dieser Wechselwirkung.

 

Sie führt vom antiken Hafen Piräus über zwölf jeweils an markanten Hafenstädten verankerten Stationen bis in die unmittelbare Gegenwart und blickt bei einigen Themen darüber hinaus in die Zukunft. Diese Sonderausstellung wurde von Dorlis Blume. Christiane Brennecke, Ursula Breymayer und Thomas Eisentraut kuratiert. Sie entstand auf Anregung von und im Zusammenwirken mit Professor Jürgen Elvert vom Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Geschichte der Universität zu Köln. Entstanden ist ein überwältigendes, über ein halbes Jahr zu besichtigendes Museum, das während der gesamten Laufzeit durch vielfältige Symposien, Führungen in vielen Sprachen, Sonderprogrammen für Kinder und Schulen einen breiten Kreis auch internationaler Besucher anspricht. Für Jugendliche bis 18 Jahren ist der Eintritt überdies frei. Ein großartiger Katalog mit Abbildungen aller Exponate und vielen Textbeiträgen kostet 35 Euro und ist ein kulturhistorisch wertvoller und nachhaltiger Beitrag zum Bewusstseinswandel unserer europäischen Geschichte, zum Blick vom Meer auf den Kontinent.


Bei diesem Blick entstehen vielfältige historische Parallelen und auch Paradigmenwechsel. Europa hat sich z.B. vom Auswanderungskontinent des 19. Jahrhunderts zum Einwanderungskontinent des 21. Jahrhunderts gewandelt. Für Deutsche und viele Osteuropäer war Bremerhaven das Tor zu fremden Kontinent. Meist waren damals schon wirtschaftliche Nöte im Heimatland das Motiv, oft auch politische Verfolgung. Die „Zwangsmigration“ von etwa 13 Millionen afrikanischen Sklaven nach Amerika wird an der einzigen europäischen Hafenstadt dargestellt, die sich der Aufarbeitung dieses Menschenhandels stellt. Die exakte Buchführung über den Ankauf dieser Menschen in Afrika und den Erlös, den ihr Verkauf auf den karibischen Zuckerrohrplantagen brachte, wird durch Kontorbücher aus dem französischen Nantes dokumentiert. Die Kuratorin und Projektleiterin Dorlis Blume erläuterte auf einem ersten Rundgang die manchmal langwierigen Verhandlungen mit den Leihgebern der kostbaren und empfindlichen Exponate, die – wie zwei Jahrhunderte alte Seekarten – in klimatisierten Behältern angeliefert wurden. Aus Danzig kamen einige bei einem Schiffbruch im 15. Jahrhundert untergegangenen Fässer, die von Teer umschichtet bis heute im ursprünglichen Zustand erhalten blieben.


Auf den katastrophalen zerstörerischen Umgang der Menschen mit dem Meer macht ein Exponat von Plastikenten deutlich, die aus einem vor Jahrzehnten im chinesischen Meer mit einem Container über Bord gegangen waren. Eine Grafik zeigt, dass an den Küsten aller Ozeane diese Spielzeugenten gefunden wurden, von den Meeresströmungen dorthin getragen. Vor Wilhelmshaven wurde ein ganzer Müllberg aus der Nordsee gefischt und ist in einer gläsernen Schandsäule zu sehen. Manche Entscheidung der Kuratoren überrascht und überzeugt schließlich: Der Hafen Sevilla steht für Entdeckungen. Die Ausstellung zeigt nicht die Wege von Kolumbus nach Westindien, sondern die Entdeckung der Kanarischen Inseln, zwei Jahrhunderte zuvor. Es handelt sich um die erste europäische Kolonialerwerbung, auch sie war nicht friedlich. Venedig ist das Paradebeispiel für frühe Seeherrschaft. Neben prachtvollen Exponaten des mit ihr erkämpften Reichtums sind auch zwei gläserne Handgranaten aus Murano zu sehen. Die Missionsarbeit und der Kulturaustausch mit Ostasien fanden zuerst über Lissabon statt. Eine chinesische Porzellanfigur zeigt einen „Europäer“ und ihr gegenüber steht als Exponat ein „Chinese“ aus der Königlich Preußischen Porzellanmanufaktur in Berlin. Im englischen Brighton entstand das erste Seebad und aus ihm entwickelte sich der Tourismus an die See, hier durch mannigfache Exponate vergegenständlicht, z.B. die Modelle alter Badeanzüge.


Die Ausstellung ist eine wirklich überwältigende Umkehr der Blickrichtung und eigentlich der Beleg dafür, wie richtig dieser Perspektivenwechsel ist. Die perfekt zum Konzept ausgewählten und trotz mancher Schwierigkeiten beschafften Exponate und die klugen begleitenden Texte vermitteln zwar keine andere Geschichte Europas, lassen aber neue, womöglich bessere Beurteilungen zu. Eindrucksvoll gelingt es der Ausstellung, die in ihr versammelte Geschichte und die Gedanken zu ihr so unterhaltsam darzubieten.


Harald Loch


Laufzeit der Ausstellung: 13. Juni 2018 bis 6. Januar 2019
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr
Eintritt: bis 18 Jahre frei, Tagesticket 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
Informationen: Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2 in 10117 Berlin  030.20304-0  info@dhm.de

 

 

Die große Geschichte einer kleinen Insel

Helgoland, ein rauer Felsen in der Nordseebrandung und zugleich seit knapp 200 Jahren Symbol und Kampfplatz deutscher wie englischer Historie. Hierhin zog sich Heinrich Heine zurück, und hier schrieb Hoffmann von Fallersleben den Text der deutschen Nationalhymne. In seinem Buch zeigt der Historiker Jan Rüger Helgoland als Spiegelbild und Mikrokosmos einer großen europäischen Geschichte.
Durch den sogenannten Helgoland-Sansibar-Vertrag ging die Insel an Preußen und verwandelte sich zur Seefestung. Im 20. Jahrhundert wurde Helgoland umkämpfter Schauplatz in beiden Weltkriegen und erlebte 1947 durch die Briten die größte nicht atomare Sprengung der Geschichte. Das Buch zeigt Helgoland jenseits der Nationen, jenseits der Völker als einen Ort der historischen Vielfalt und als Mahnmal für einen dauerhaften europäischen Frieden, heißt es in der Verlagsankündigung von PROPYLÄEN. 

 

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Gebrauchsanweisung für das Jenseits

Für Horst Seehofer ist Bayern das Paradies, in Jena heißt der Bahnhof so, und für wieder andere ist es ein üppiger Park. Wo liegt der Garten Eden wirklich? Treffen wir uns drüben alle wieder? Und wie sieht es in der Unterwelt aus? So kündigt PIPER das neue Gebrauchsanweisungs-Buch von Bruno Jonas an.

 

Reiseliteratur

Der Panzer zielte auf Kafka - Prag 1968

Die Jahreszahl 1968 erinnert nicht nur an die Studentenrevolten im Westen, sie ruft auch den „Einmarsch“ der UdSSR in die Tschechoslowakei, um die Reformkommunisten zu stoppen, in unser Gedächtnis zurück. Am 20. August 1968 reist der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll auf Einladung des tschechoslowakischen Schriftstellerverbands nach Prag. Er wird Augenzeuge wie die Truppen des Warschauer Paktes einmarschieren und die russische Besatzung beginnt.

Die Träume von einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ wurden damit brutal zerschlagen. Böll war mit seiner Familie vier Tage lang Augenzeuge der Geschehnisse und hat dies in zahlreichen Dokumenten festgehalten. Der Widerstand der Prager beeindruckte Böll und motivierte ihn zu besonderen Aktivitäten. Er sprach im Radio, schilderte für lokale Zeitungen seine Beobachtungen der Ereignisse. Als er wieder abreiste, so die Verlagsankündigung, versprach Heinrich Böll den tschechischen Schriftstellerkollegen, so viel und so oft wie möglich über das, was er gesehen hatte, zu berichten und darüber zu schreiben. Böll hielt Wort. Die Ergebnisse seines Engagements versammelt erstmals dieses Buch.

 

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Walser-Augstein: Ein Sohn taucht auf

Martin Walser - ein Schriftsteller. Jakob Augstein - ein Journalist. Und sie sind Vater und Sohn. Von diesem Verhältnis wissen die beiden aber erst seit dem Jahr 2002.  Denn bis zu diesem Datum wuchs Jakob Augstein als Sohn des SPIEGEL-Verlegers Rudolf Augstein auf. In diesem Gesprächs-Buch reden sie über das Leben von Martin Walser, über ihr jahrelanges Nichtverhältnis, über Literatur und Literaturkritik. Ein offenes und zugleich auch verschlossenes, diskret bleibendes Buch, Indiskretion und Diskretion mischen sich. Jedenfalls ein gemeinsamer Blick auf eine deutsche Lebens- und Literaturgeschichte.

 

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BACHMANN - Die Lyrik-Legende

Ingeborg Bachmann hat einen Promi-Mythos in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Ihre divenhaften Lyrik-Auftritte, ihr Sprechgesang beim Vortrag, den der Stimmforscher Reinhart Meyer-Kalkus für einen kalkulierten stimmlichen Selbstentwurf hielt, mit dem sich die Dichterin als poetische Schmerzensfrau und vom Leben verwundetes Opfer inszeniert hat brachten ihr eine frühe Publizität und auch Popularität. Ihre Liebesbeziehungen zu Paul Celan und Max Frisch und vielen anderen Literaten und auch ihr rätselhafter, tragischer Tod (Mord oder Selbstmord oder Unfall?) sorgen für ein verwirrendes Bild. Ina Hartwig schaut hinter diese öffentliche Fassade und entdeckt in zahlreichen Gesprächen mit Zeitzeugen wie Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser oder Henry Kissinger und vielen anderen prominenten Weggefährten eine andere multiple, vielschichtige Persönlichkeit: Ingeborg Bachmann als politisch denkende Intellektuelle und Medienprofi, als Dichterin, die trotz all ihrer Gefährdungen mit Witz überrascht und lebenspraktischer Klugheit, wie der Verlag FISCHER in der Ankündigung formuliert.

 

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Joschka Fischer: Der Abstieg des Westens

KIWI kündigt Joschka Fischers Buch so an: „‘Der Abstieg des Westens‘“, das neue Buch des ehemaligen Außenministers Joschka Fischer, ist eine schonungslose Analyse über das Ende der Dominanz des Westens und den Beginn einer neuen Weltordnung.
Wir alle haben in den letzten Jahren die dramatischen Brüche in der internationalen Politik erlebt, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, den Brexit und den Aufstieg nationalistischer, autoritärer und fremdenfeindlicher Parteien und Politiker in Europa.
Joschka Fischer untersucht in seiner Studie die dahinterliegenden geopolitischen Verschiebungen, das Ende des »Jahrhunderts des Westens«, den unaufhaltsamen Aufstieg Chinas zur neuen Weltmacht und die dramatischen Erschütterungen, in denen sich die neue Epoche der Weltgeschichte Bahn bricht.
Dabei blickt Joschka Fischer auf die gefährlichen Prozesse der Selbstdemontage, die die westliche Welt durchlebt, und die Bedrohungen für den Frieden, die Nationalismus und Isolationismus auch für Europa bedeuten.“


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Reemtsma-Sohn:                                                  Eine Entführung erleben und Überleben

Johann Scheerer erzählt auf berührende und mitreißende Weise von den 33 Tagen um Ostern 1996, als sich sein Vater Jan Philipp Reemtsma in den Händen von Entführern befand, das Zuhause zu einer polizeilichen Einsatzzentrale wurde und kaum Hoffnung bestand, ihn lebend wiederzusehen.
»Es waren zwei Geldübergaben gescheitert und mein Vater vermutlich tot. Das Faxgerät hatte kein Papier mehr, wir keine Reserven, und irgendwo lag ein Brief mit Neuigkeiten.« Wie fühlt es sich an, wenn einen die Mutter weckt und berichtet, dass der eigene Vater entführt wurde? Wie erträgt man die Sorge, Ungewissheit, Angst und die quälende Langeweile? Wie füllt man die Tage, wenn jederzeit alles passieren kann, man aber nicht mal in die Schule gehen, Sport machen, oder Freunde treffen darf? Und selbst Die Ärzte, Green Day und die eigene E-Gitarre nicht mehr weiterhelfen?

 

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Postfaktisch oder gefühlte Wahrheiten

Zitat

 

„Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten.“
– Daniel Patrick Moynihan, Diplomat und US-Senator

 

»Eine Demokratie befindet sich in einem postfaktischen Zustand, wenn politisch opportune, aber faktisch irreführende Behauptungen anstatt Fakten als Grundlage für die politische Debatte, Meinungsbildung und Gesetzgebung dienen. Wer diese Entwicklung bremsen will, muss verstehen, was sie verursacht.« Das ist das Credo des Buches von Vincent F. Hendricks und Mads Vestergaard POSTFAKTISCH DIE NEUE WIRKLICHKEIT IN ZEITEN VON BULLSHIT, FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN erschienen im BLESSING Verlag

 

Mit Macht dringen populistische Aussagen, alternative Tatsachen und Fake News in die öffentliche Debatte ein. So in der Verlagsankündigung von BLESSING. Desinformation hat sich so ausgeweitet, dass wir alle uns dazu verhalten müssen – Politiker, Journalisten und Bürger. Im Zeitalter der Information ist Aufmerksamkeit gleichzusetzen mit Geld, Macht und Einfluss, auch wenn das auf Kosten von Tatsachen geschieht. 

 

Mit ihrem Bestseller Postfaktisch legen die Philosophen Vincent F. Hendricks und Mads Vestergaard eine zusammenhängende Analyse der Mechanismen vor, die uns etwas als wahr betrachten oder empfinden lassen. Ihr Buch beschreibt die Entwicklung hin zu einer postfaktischen Demokratie und benennt die Gewinner und Verlierer der neuen Aufmerksamkeitsökonomie. Ein eindringlicher Weckruf zu einer Zeit, da die „Wirklichkeit“ zunehmend als eine Frage von Klickzahlen scheint.

 

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Feuer und Zorn

Es ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs «Feuer und Zorn» ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat. Der Bestseller-Autor Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten. (rowohlt)

 

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Tom Segev:                                                    David Ben Gurion. Ein Staat um jeden Preis

 

Seit 70 Jahren hält der Konflikt zwischen Israel und Arabern die Welt in Atem. Mit der Gründung des Staates Israel auf einem Teil des Territoriums des bis dahin britischen Mandatsgebietes Palästina verloren Hunderttausende Araber ihr angestammtes Siedlungsgebiet und fühlten sich von dem neuen jüdischen Staat vertrieben. Wer nach dem oder den „Schuldigen“ für diese Wunde, die von den Israelis nach dem Holocaust als Wunder empfunden wurde und wird, kommt an dem Namen dessen nicht herum, der am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeit des Staates Israel verkündete und sein erster Ministerpräsident wurde: David Ben Gurion (1886 bis 1973). 

 

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Ein deutsches Opernhaus – Von der Weimarer Republik bis zur Wiedervereinigung

2017 kehrt die Berliner Staatsoper nach einer siebenjährigen Zwangspause wieder an ihren ureigenen Ort zurück — ein Ereignis von internationaler Bedeutung. Misha Aster, Autor des viel beachteten und verfilmten Buchs DAS REICHSORCHESTER, erzählt die Geschichte der Staatsoper Unter den Linden vom Kaiserreich bis in unsere Tage und lässt damit ein farbenreiches Bild des stürmischen 20. Jahrhunderts entstehen, in dem die Musik immer wieder vor den Karren der wechselnden politischen Systeme gespannt wurde.

 

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Die syrische Revolution:                                  Eine Revolution der Medien?

Selten war eine Literaturzeitschrift so aktuell wie die seit 1890 erscheinende Neue Rundschau mit ihrem ersten Heft des 129. Jahrgangs. Es ist wenige Tage nach dem Giftgasangriff auf die von syrischen Oppositionellen gehaltene Stadt Duma in Ost-Ghuta und zwei Tage vor der militärischen Antwort der USA, Großbritanniens und Frankreichs erschienen.

 

Der Hauptteil des Heftes, über die hier berichtet wird, enthält 15 Beiträge von syrischen Journalisten und Schriftstellern beiderlei Geschlechts, die auf der Seite der syrischen Revolution gegen das Regime Assad geschrieben haben. Sie berichten über ihre eigenen Erfahrungen als Medienaktivisten und über ihre Beobachtungen der Entwicklung und Wirkung der oppositionellen Medien in dem seit 2011 vom Krieg verheerten Land. Seit Jahrzehnten ist Syrien unter dem jetzigen Präsidenten wie unter seinem Vater eine Diktatur, in der es weder Meinungs- noch Pressefreiheit gab, in der staatlich gelenkte Medien das Monopol für die Meinungsbildung und die ideologische Beeinflussung der Bevölkerung ausübte. Freier Journalismus war unbekannt und wurde auch nicht ausgebildet.


In den einzelnen Beiträgen wird deutlich, wie schnell und wie – notwendigerweise unprofessionell – mit dem Ausbruch des Aufbegehrens der Bevölkerung gegen das Regime Assad die alternativen Medien per Internet die publizistische Begleitung des Aufstandes übernahmen. Facebook, Youtube und Twitter wurden sehr bald die Medien, über die sich Nachrichten von Amateur-Journalisten verbreiteten. Sie berichteten zunächst aus der Perspektive von Augenzeugen über die lokalen Ereignisse und straften die offiziellen Medien Lügen, die von Ruhe im ganzen Land logen.

 

Bald entstanden anspruchsvollere Medien, wie gedruckte (oder kopierte) Zeitungen, Hörfunksender und sogar Fernsehsender. Bald entwickelte sich allerdings nicht nur die Repression seitens der Regierung oder auch des IS sondern auch der ideologische Spaltpilz innerhalb der revolutionären Medien. Religiöse und weltliche Auffassungen, Abstufungen von Radikalität oder Liberalität vertrugen sich nicht immer in den ökonomisch stets am Anschlag arbeitenden Medien. Den meisten Beiträgen ist jedoch der Wille zur Professionalisierung eines anspruchsvollen Journalismus zu entnehmen. Einige Artikel in der sich wie eine Revolutionsberichterstattung lesenden Ausgabe der Neuen Rundschau beschreiben die oppositionellen Medien systematischer:

Die Medienforscherin Ahed Zarzour berichtet über die alternativen Medien von den Anfängen bis zur Institutionalisierung und widmet auch den Medien des IS einen sehr erhellenden längeren Abschnitt. Baz Bakkari arbeitete als Programmgestalter des Radiosenders ARTA FM und schreibt über die besonderen Bedingungen der Medien in den von Kurden besetzten Gebieten.

 

Einen kritischen, eigentlich selbstkritischen Beitrag liefert die Politikwissenschaftlerin Rajwa Al-Mallouhi. Sie erinnert an den bedeutenden Einfluss, den die revolutionären Medien im algerischen Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich vor mehr als 50 Jahren hatten. Sie zählt systematisch die Schwachstellen der syrischen oppositionellen Medien auf, resümiert dann aber: „Dennoch haben die alternativen ‚revolutionären‘ Medien eine würdige Rolle gespielt bei dem erfolgreichen Sprung vom Kriegsschauplatz auf die internationale Arena.“ Sie drückt die Hoffnung aus, „dies möge den Weg ebenen für Medien, die als eine Basis des neuen zivilen Staates zu sehen sind.“


Dieser neue zivile Staat ist noch nicht zu sehen. Aber die Erfahrungen der Revolution und der in ihr professioneller und gewissenhafter gewordenen Medien werden so schnell nicht verloren gehen.


Harald Loch
 
Die syrische Revolution: eine Revolution der Medien?
Neue Rundschau   129. Jahrgang 2018 Heft 1
S. Fischer, Frankfurt am Main   328 Seiten   15 Euro
 

 

 

Pulitzer für "Zwangsgeräumt"

Pulitzer-Preisträger für das beste Sachbuch 2017 – eine erzählerische Studie des modernen urbanen Amerika, anhand des Themas Wohnen wird ein neues Bild von Armut und Ungleichheit gezeichnet.

 

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Biographie über einen grossen Liberalen:          Ralf Dahrendorf

Er wagte als Liberaler die Diskussion mit dem radikalroten Rudi Dutschke. Er trug 1968 zum Machtwechsel in Bonn bei, schon mit 29 Jahren zierte ihn ein Professorentitel, ein großer deutscher Denker und guter Schreiber, in zwei Ländern, Great Britain und Deutschland, zu Hause, 5 Jahrzehnte die öffentliche Diskussion prägend, in der Presse, im Radio, im Fernsehen präsent, Soziologe, FDP- Wahlkämpfer und Hoffnungsträger: Ralf Dahrendorf.

 

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1968 - Die Sicht von Gretchen Dutschke

1968 - Was ist geblieben? Was hat sich als Fehler, was als Illusion erwiesen? Und was hätte das Zeug, auch heute noch Lust auf eine den globalen Herausforderungen sich stellende Protestbewegung zu machen? Es sollte nicht weniger sein als eine weltweite Revolution. Tatsächlich hat sich die 68er-Utopie einer globalen Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung nicht umsetzen lassen. Irgendwo ist er hängen geblieben, der große Traum von einem ganz anderen, einem freien Leben für alle. Dass aber doch etwas und sogar nicht einmal so wenig von diesem Widerstand gegen die autoritär „verwaltete Welt“ (Adorno) von damals in unserem Land nachwirkte und wirkt, gehört neben dem Scheitern ebenso zur Bilanz dieses wirkmächtigen „Tumults“ (Enzensberger).

 

Gretchen Dutschke, die Frau des Revolutionärs Rudi Dutschke, dem Urvater der Studentenrevolte, trägt auch ein Erkenntnisbuch zur Debatte um die Alt-68er bei. Ihre persönliche Geschichte sei mit der deutschen Geschichte aufs engste verbunden, sagt sie, und deswegen schreibt sie dieses Buch. GRETCHEN DUTSCHKE 1968 WORAUF WIR STOLZ SEIN DÜRFEN KURSBUCH.EDITION

 

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Das andere Achtundsechzig GESELLSCHAFTSGESCHICHTE EINER REVOLTE

50 Jahre nach „1968“ ist es Zeit für einen neuen Blick auf die Ereignisse, die bis heute die Republik teilen, in die Beurteiler 68 gescheitert oder 68 erfolgreich? Anhand von erstmals ausgewerteten Quellen erschüttert Christina von Hodenberg alte Gewissheiten und zeigt das andere Achtundsechzig jenseits der immer wieder aufgefrischten Legenden auf. In unserer Erinnerung ist Achtundsechzig eine Angelegenheit junger männlicher Studenten in Großstädten wie Berlin und Frankfurt. Im Hintergrund wirkt ein Generationenkonflikt, der sich aus dem Streit um die NS-Vergangenheit speist. Rudi Dutschke, der SDS und die Berliner Kommune I stehen im Mittelpunkt der Darstellung. Doch war das wirklich alles? Christina von Hodenberg zeigt, was an diesem Bild nicht stimmt.

 

mehr Das politische Buch

Robert Habeck: Beim Schreiben denken

Die Politik- und Parteienverdrossenheit begleitet uns Wähler seit vielen Jahren.  Das Politiker-Bashing erfolgt bei den Protestdemos, in Talkshows und Comedy-Sendungen. Politik, pfui, ein garstiges Geschäft, und die Politiker geldgeil, korrupt, Lügner, Fake-News-Produzenten. Da kommt der Schriftsteller und engagierte Familienmensch Robert Habeck und erzählt in seiner politischen Autobiografie, warum er sich als Quereinsteiger dennoch seit fünfzehn Jahren bei den Grünen engagiert und jetzt an der Spitze der Partei steht.  In einer klugen und brillant geschriebenen Biographie beschreibt Habeck: Welche Gesellschaft wollen wir sein? In welcher Zukunft wollen wir leben?

 

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Vom Lesen, Schreiben und Reden

 

Die Poetologie des Brühwürfels

 

Wer schreiben will, muss auch lesen können: Katja Lange-Müllers Berichte aus der eigenen Werkstatt und über die Geheimnisse der großen »Kollegen«, von Herman Melville, Johann Peter Hebel, Mark Twain, Heinrich von Kleist bis zu Adolf Endler und Wolfgang Hilbig.

Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller ist ein Glücksfall für die deutsche Literatur der Gegenwart, weil sie in ihren Büchern literarische Brillanz mit einem umwerfenden Humor verbindet.

Dieses Kunststück gelingt ihr nun in gleicher Weise in den Frankfurter Poetikvorlesungen, in denen sie 2016 über das literarische Schreiben, das Lesen von Literatur, über ihre eigene literarische Biografie und vor allem über die von ihr hochgeschätzte literarische Gattung der Erzählung spricht.

 

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Martin Walker: Revanche

Der Kontrast könnte nicht schärfer sein. Ganz allmählich nur nimmt Martin Walker in seinem neuen Roman „Revanche“ Fahrt auf. Die fast paradiesischen Verhältnisse in seiner Lieblingslandschaft, dem französischen Périgord, der von Bruno, dem Chef de Police der Kleinstadt Saint Denis behütete Frieden, die kulinarische Exklusivität der dortigen Küche und die Exzellenz der heimischen Weine lassen den Leser zunächst nicht an Spannungsliteratur denken. Zwar stürzt bald eine unbekannte Frau tödlich von einem der steilen Kalksteinfelsen. Aber erst nach und nach entwickelt sich aus diesem, anfangs wie ein Unglücksfall behandelten Geschehen ein Mord mit historischen, terroristischen und internationalen Verwicklungen. 

 

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Maiglöckchenweiß: Ein Fall für Milena Lukin

Jugoslawien ist in seine Einzelteile zerbrochen, neue Nationen haben sich entwickelt auf alten Schauplätzen, auf denen Menschen agieren, die nicht nur das Gute im Kopf haben. 


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Promi-Interviews als Computertomographie   - Sven Michaelsen

Bonmots von bonhomme et bonne femme. Worte, Sätze, Weisheiten, Bekenntnisse, Erkenntnisse, Philosophisches, Alltägliches, Gescheites, Banales, ein Panorama der Plappermäuler, die ihr Innerstes aufs Äußerste entblössen.


WARUM?

 

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Vom Altmeister: Cocteau

Ein unverschämt heiterer Hochstaplerroman vor der düsteren Kulisse des Ersten Weltkriegs. 
Nicht die Wirklichkeit zählt, sondern, mit welchem Erfindungsreichtum man sich über sie hinwegsetzt. – So lautet das Lebensmotto von Cocteaus faszinierender Träumer- und Täuscherfigur Thomas. In das blutige Abenteuer des Ersten Weltkriegs hineingeworfen, gibt sich «der Schwindler» kurzerhand als Neffe eines berühmten Generals aus.

 

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Vom Essen, Trinken, Leben und SEIN

 

Braucht es eine Gebrauchsanweisung für die Pfalz? Der Pfälzer ist bei sich und weiß, wie er mit sich selbst umzugehen hat.
Und der Nichtpfälzer, ja, stimmt, dem kann es nicht schaden. Ich muss also mein vorschnelles Urteil als rezensierender nach Bayern ausgewanderter Pfälzer etwas revidieren: Das Buch lohnt sich für Pfälzer und Nichtpfälzer. 

 

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Leggewie: EUROPA ZUERST

„Europa zuerst!“ – Europa muss unabhängig werden, darf dabei aber nicht in einen europäischen Nationalismus zurückfallen, fordert der Politikwissenschaftler Claus Leggewie. Wer nimmt sich des Wandels an und entwickelt Handlungsspielräume in Europa?

 

In der heutigen politischen Debatte spielt der europäische Rechtspopulismus mit fremdenfeindlichen Parolen eine viel zu große Rolle. Doch Claus Leggewie zeigt: Längst haben sich starke Gegenbewegungen gebildet, die sich ein freiheitliches, weltoffenes und gerechtes Europa nicht nehmen lassen wollen heißt es in der Verlagsankündigung von Ullstein.

Mit genauem Blick beschreibt und analysiert Claus Leggewie, einer der wichtigsten Politologen Deutschlands, verschiedene proeuropäische Basisbewegungen und Netzwerke in verschiedenen Ländern des Kontinents: neue Parteien, Vereinigungen und NGOs. Er macht deutlich, warum sie die wahren Europäer sind, wie sie europafeindlichen Strömungen entgegentreten, aber auch, wie man den Stillstand der europäischen Institutionen überwinden kann. Leggewie macht Hoffnung: Das Europa der Zukunft ist basisdemokratisch, kosmopolitisch, bürgernah und sozial gerecht.

 

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Die Farbe Rot                                          URSPRÜNGE UND GESCHICHTE DES KOMMUNISMUS

 

"Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes – ein Karminrot. Dies ist die Farbe deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. Blau ist der Himmel über dir."

Mit diesen Sätzen beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte des Kommunismus, die von der alten in die moderne Welt und bis heute reicht. In seiner meisterhaften Darstellung holt er den Kommunismus aus dem Reich der reinen «Ideen» auf den Boden der wirklichen menschlichen Geschichte zurück. Er macht auf neue Weise plausibel, warum Marxismus, Sozialismus und Kommunismus eine naheliegende Antwort auf die vom modernen Kapitalismus erzeugten Umwälzungen waren.

 

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Beethoven: Der Schöpfer und sein Universum

Martin Gecks großes Werk über Beethoven ist die „Vermessung der Musik“ eines Genies. Geck geht ungewöhnliche Wege in seinem Beethoven-Porträt, indem er die Vorbilder Beethovens, seine Zeitgenossen und Nachfahren kontrastierend in den Raum stellt. Welchen Einfluss hatten Shakespeare und Rousseau zum Beispiel auf Ludwig van Beethoven, welches Verhältnis pflegte er zu seinen Zeitgenossen wie Goethe, Napoleon und Schubert? Fazit eines Rezensenten: »Martin Gecks neues Beethoven-Buch ist ein großer Wurf. (...) Womöglich ist das beste Buch zum anrollenden Beethoven-Jahr 2020 schon erschienen.«


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Fremde Freunde: Deutsche und Russen

"Russland, dieses schöne Reich, /Würde mir vielleicht behagen, /Doch im Winter könnte ich/dort die Knute nicht ertragen." Heinrich Heine

 

Kata Gloger, langjährige Korrespondentin des STERN in Moskau hat ein Russland-Buch mit dem Titel „Fremde Freunde. Deutsche und Russen. Die Geschichte einer schicksalhaften Beziehung“ (BERLIN-Verlag) geschrieben. Sie erinnert darin an die besondere Verantwortung, die die Deutschen dem Land gegenüber tragen. Deutsch-russische Geschichte prägt die Gegenwart. Doch aus der Modernisierungspartnerschaft mit Russland ist nichts geworden.  Katja Gloger führte auch persönliche Gespräche mit Staatsmännern, Historikern und mit Menschen in Russland, die Krieg und Verfolgung erlebten - und heute für Versöhnung kämpfen. Ein vielfarbiges Buch über „Fremde Freunde“.


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Saviano/Lorenzo Erklär mir Italien

Italien, da wird einem warm ums Herz. Das Land, wo die Zitronen blühen. Und kalt zugleich, weil im Süden die Mafia regiert. Warm, weil die Opernarien („Belcanto“) so ans Herz gehen. Und kalt, weil die Politiker so korrupt sind. Das warme Italien und seine Landschaften sind Sehnsuchtsort der Deutschen immer schon gewesen, das kalte Deutschland liebt eben das warme Italien, das Sorgenkind Europas. Die zwei Gesichter Italiens, sie wirken schön und hässlich sogleich. Roberto Saviano, Mafia-Experte und Giovanni di Lorenzo, Experte für Talk und Interviewbücher (zum Beispiel mit Helmut Schmidt) machen sich auf, in einem 265-Seiten Buch uns Italien zu erklären. 

 

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Keine Massenabfertigung: Der Brenner-Krimi

Der Brennerpassa Durchgangsstrecke, als Autofahrer will man die Strecke nach Südtirol schnell hinter sich bringen, bloß nicht anhalten. Doch genau das macht der Autor Lenz mit dem Leser, ihn festhalten, fesseln an einen Schauplatz, wo Drogenhändler sich tummeln, deutschitalienischösterreichische Geschichte sich abspielte, verschiedene europäische Kulturen, Sprachen, ess- und Trinkgewohnheiten aufeinandertreffen. Die Leiche: ein alter Mann, dazu ein alter Koffer voller Geheimnisse, die alpenländische Traum- und Horrorkulisse, ein Kommissar aus dem Norden und einer aus dem Süden, genaue Landschaftsbeschreibungen, Geschichtshintergründe, örtlich-sptachliche Prägungen, das sind die Rezeptanteile für diesen Krimistoff, der mehrere Handlungsebenen verstrickt, ihne zu verworren zu sein. Der kaputte Sehnsuchtsort durch Autobahntrassen zerstört, kein Ort zum Aufenthalt, und doch leben und morden Menschen dort. Der Autor fängt Lokalkollorit ein, mischt es mit Besonderem, (der Kommissar liebt Gustav Mahler, das Opfer wird mit einem Pferd zu Tode geschleift) kontrastiert die schrecklich modernen mit den guten alten Zeiten. Wir erfahren sogar, dass südtiroler Hoteliers die Kirchenglocken wegen der Touristen zum schweigen gebracht haben. Autobahnbeton trifft Alpengranit und dazwischen agieren Gut und Böse. Der Brenner Müllhalde für die Touristen und Lebensraum für Einheimische, Händler, Schmuggler, Geheimdienstler, die Finanzpolizei, für Legale und Illegale. Es bleibt nicht bei dem einen Toten, aber mehr sei hier nicht verraten. Griffige Dialoge, plausible Handlungsstränge, genaue Personenbeschreibungen, Gefühlslagen vermitteln ein zuweilen etwas dunkles Stimmungsbild. Es dunkelt etwas zu oft: „Er muss verschwinden. Für immer. Er wird verschwinden im Dunkeln.“  Der politisch-geschichtliche Handlungsstrang ist nicht aufdringlich, (“Die Wirklichkeit ist das, was uns erzählt wird.“) und der Autor erzählt sie gut. Ein Buch für den Südtirolurlauber, den Brennerstau-Steher und den geschichtlich Interessierten.

Der Geschmack Europas

Betrachtet man die europäische Politik kann dem Genießer des europäischen Zusammenwachsens der Appetit gründlich vergehen, in der groben Fernsehsprache der HEUTE-SHOW-Kabarettisten würde das heißen: Uns kommt das große Kotzen. Gegen solche europäischen Magenverstimmungen hat der österreichische Verleger Lojze Wieser ein Rezept – ein Rezeptbuch, das Kulturelles und Kulinarisches vereint.

 

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Peter Handke wird 75

Der Schriftsteller von Weltruf, Literat und Autor für das Theater feiert seinen 75. Geburtstag. Peter Handke ist am 6. Dezember 1942 in Griffen/Kärnten geboren. Sein Erstling hieß "Die Hornissen". Mit der "Publlikumsbeschimpfung" wurde er international bekannt. Der Schriftsteller lebt in einem Vorort von Paris. Aktuell erschien sein neuestes Buch: "Die Obstdiebin – oder – Einfache Fahrt ins Landesinnere". Siehe Rezension unter Belletristik. Für den Hessischen Rundfunk hr2 und die Sendung "Doppelkopf" traf Norbert Schreiber Peter Handke in seinem Haus im Pariser Vorort Charlesville. Thema war in dem einstündigen Interview auch die sehr umstrittene Kosovo-Frage, seine Äußerungen zu den Kriegspateien insbesondere Serbien und sein Auftritt am Grab von Milosevic hatten in den Medien großes Aufsehen erregt. Hier ein Ausschnitt aus dem Interview. 

 

Peter Handke zum Kosovo-Krieg
Peter Handke hatte "literarische Ausflüge" ins Kriegsgebiet unternommen und war für seine Meinungsäußerungen in die internationale Kritik geraten.
handke01.mp3
MP3-Audiodatei [8.4 MB]

Handke ist wieder unterwegs

 

Peter Handke ist immer irgendwie unterwegs. Und seine Protagonisten ebenso. Auch in seinem neuen Roman: Peter Handke: Die Obstdiebin - oder einfache Fahrt ins Landesinnere

 

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Doppelkopf hr 2 Norbert Schreiber interviewt Peter Handke
Eines der seltenen Interviews das Peter Handke gab
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Peter Handke: Tage und Werke 
 
Peter Handke
Tage und Werke
Begleitschreiben
Euro 22,95 [D]

 
Zum Dasein als Schriftsteller gehört notwendigerweise eine Existenz als Leser. Und über das Gelesene schreibt er dann in der Regel: Solches Wechseln zwischen den Positionen ist Peter Handke, wie seine Essay-Bände seit Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms aus dem Jahre 1972 belegen, zur lieben Gewohnheit geworden. Der vorliegende Band versammelt Texte ausschließlich zur Literatur, also Begleitschreiben zu Autoren und ihren Büchern. 

Peter Handke, Thomas Oberender: Nebeneingang oder Haupteingang? 
 
Peter Handke, Thomas Oberender
Nebeneingang oder Haupteingang?
Gespräche über 50 Jahre Schreiben fürs Theater

 

Hinter den Fronten des Dschihad

Souad Mekhennet ist Journalistin mit Migrationshintergrund mit türkischer Mutter und marokkanischem Vater. Sie ist als Gastarbeiterkind in Deutschland aufgewachsen, recherchiert seit dem 11. September 2001 über den islamistischen Terror in der ganzen Welt und arbeitet als Mitglied im Investigativteam der Washington Post. 

 

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Der Geistesaristokrat im Drogenrausch

Der Manesse-Bucheinband: rotweinrot, und er liegt sanft wie Samt in der Hand, so mild und weich wie auch ein guter Rotwein sich anfühlen kann. Baudelaire gibt uns in diesem 222-Seiten-Büchlein seine Lebensweisheiten und Lebens-Tipps, seine Alltags-Beobachtungen und tiefsinnigen Analysen mit auf den Weg, seine Erfahrungen und guten Ratschläge an die Hand.

 

Es ist eine faszinierende Mischung der Themen, die nicht weiter und breiter sein könnte. Neben der LIEBE, die er groß schreibt, stehen Ratschläge für junge Literaten, neben einem Text über Wein und Haschisch beschäftigt sich der Autor mit Spielzeug. Er schreibt über die „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert und er rezensiert die Aufführung von Richard Wagners „Tannhäuser“ in Paris.

 

Der Anmerkungsapparat ermöglicht uns, den Text zeitgenössisch einzuordnen und besser zu verstehen. Die editorischen Notizen zeigen uns, wo die Schriften zuerst veröffentlicht wurden und last but not least führt uns im Nachwort von Tilman Krause in das Schaffen des französischen Autors ein, der in diesem Jahr vor 150 Jahren an den Spätfolgen der Syphilis verstorben ist.

 

Blättern wir bei Baudelaire: Liebe „das Wichtigste im Leben“ für den „schrägen Vogel“ und „Dandy“ (Krause), der ,seinen geschlechtlichen Trieben folgend, dafür plädiert die Sexualität auszuleben: „Wenn Sie keine wahren Menschen sind, seien Sie wahre Tiere.“

 

Dem erfolglosen Schriftsteller empfiehlt er: „Untersuche die Marktlage und verhalte dich entsprechend.“

 

Regeln, Auflagen, Zwänge der Gesellschaft, engen die Menschen ein, da helfen Wein und Haschisch als Drogen, sich zu befreien, die Persönlichkeit über alle Maßen zu steigern. Das Laster und die Lust, der Rausch als Mittel, um die Grenzen der irdischen Gegebenheiten zu überwinden, das “Irdische“, die „Bourgeoisie“, das „Mondäne“ hinter sich zu lassen. Auch Wagners Musik berauscht ihn.

Und manchmal hört Baudelaire den Wein sprechen. „Wer nur Wasser trinkt, hat vor seinen Mitmenschen etwas zu verbergen.“ Und schließlich erhofft sich der Geistesaristokrat Baudelaire eines Tages die Situation, dass ein philosophisch begabter Arzt eine Studie über die Seelenkunde des Weins und der Menschen verfasst. Seine Analyse gipfelt in dem schlichten Satz über Wein: „Jeder kennt den Wein und jeder liebt ihn."

 

Auch ich.

 

Und ich liebe dieses Manesse-Buch und den frechen Autor Baudelaire allemal. Ein Buch für Büchermenschen und Weinliebhaber, jedes Wort Schluck für Schluck zu genießen.

 

PRESSE

»Ein wunderbares Buch ... Baudelaire erzählt hier sehr geistreich von der Apologie des Weines, der Literatur, von dem Rausch, den wir durch die Musik erhalten können.« 

3sat, buchzeit, Barbara Vinken (25.06.2017)

 

LINK


Bayerischer Rundfunk
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiotexte/baudelaire-wein-und-haschisch-100.html

 

3sat
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=67513

 

Deutschlandfunk
http://www.deutschlandfunk.de/vor-150-jahren-der-franzoesische-schriftsteller-charles.871.de.html?dram:article_id=394629

 

 

Charles Baudelaire Wein und Haschisch MANESSE

 

Ronaldo und Football Leaks vor Gericht

Ein Foul im Fußball wird meist bestraft. Nicht immer. Ist das bei Finanzskandalen der „Geldmeister“ auch so? Dass Steuerhinterziehung der „Rasen-Beschäftigten“ ungeahndet bleibt? Der federführende SPIEGEL hatte Ende 2016 enthüllt, dass die Weltstars des Fußballs in dunkle, schmutzige und kriminelle Geschäfte verwickelt sind. Die Unterwelt spielt mit. Renommierte Klubs wie Real Madrid, Juventus Turin oder Manchester United wurden genannt. Es geht um Strohmänner, Beraterhonorare, Erfolgsprämien, Transfergelder, Vertragsverlängerungen im zweistelligen Millionenbereich.

In Steuerparadiesen werden die Geschäfte abgewickelt, und der europäische Fiskus hat das Nachsehen. Minderjährige Talente aus Entwicklungsländern träumen von der Fußball-Karriere, und genau auf die wird gewettet. 1,9 Terrabyte Daten hatte ein unbekannter Macher dem SPIEGEL überlassen, die Enthüllung FOOTBALL-Leaks war auf dem Wege.

 

18,6 Millionen Dokumente waren auszuwerten. Spieler gelten als Investment und Handelsware. Der Markt ist wie entfesselt, globalisiert, kaum geregelt.

 

Ist es wirklich so, dass Vereinspräsidenten sich bereichern, Spieler sich die Taschen vollstopfen, Ablösesummen in Steueroasen landen und mitkassiert wird bei Werbeeinnahmen, die in verschachtelten Firmenkonstruktionen versteckt werden?

 

In 25 Kapiteln entwickeln die beiden SPIEGEL-Autoren Rafael Buschmann und Michael Wulzinger auf dem Spielfeld ein Kapitalszenario, das seinesgleichen sucht. Wir lernen den Enthüller „JOHN“ kennen, der im Verborgenen bleibt als „Assenge des Fußballs“.

 

Bei Transfers werden mal schnell 524 Prozent Gewinn gemacht, maltesische Finanzgeflechte sorgen dafür, dass der Rubel, Euro, Dollar rollen. Wer Ronaldo für ein paar Minuten werbemäßig filmt, muss schnell mal 1,2 Millionen für Werbesekündchen locker machen.  Der Weltwerbestar wird gefördert von Unilever, Kentucky Fried Chicken, dänischen Unterwäschefirmen, Videospiele-Herstellern und Toyota. Bilanzsumme im Jahr 2016 32 Millionen Dollar. Ob sich der Stürmerstar eines Finanzdelikts schuldig gemacht hat, wird nun geprüft werden müssen.

 

Werden da Nachzahlungen („Nachspiel“?) reichen oder wechselt Ronaldo vom Rasengitter der Fußballfelder hinter schwedische, spanische oder portugiesische Gardinengitter? Ablösesummen steigern sich auf 80 -100 Millionen, da kommen dem Fan mitunter die Tränen angesichts der Fernsehverträge, Ablösesummen und Werbeeinnahmen. Ab Seite 75 plaudern die Hintermänner von FOOTBALL-Leaks über die Enthüllungen. Spannend! Spannender als manches Champions League-Spiel.

Dass SAP sich einen Fußballverein leistet (Hoffenheim), RED BULL Leipzig aufgebaut hat, immer schon Firmen wie VW oder BAYER den Fußball gefördert haben, wissen wir ja, aber dieses Buch ist eine Art „Videobeweis“, mit dem wir nachvollziehen können, was sich hinter den Kulissen vor allem international abspielt. Nur in globalisierten Recherche-Netzwerken lassen sich solche riesigen Datenmengen bewältigen und mit Hilfe des PCs, der CDs, USBs, Tablets, Smartphones und Mails und anderer technischer Möglichkeiten soweit der Unterstützung weltweit recherchierender Medien.

 

Das Thema geht jetzt juristisch „in die Verlängerung“, mutmaßlich gibt es zusätzlich weitere Nachspiele, denn die Journalisten haben weiteres Datenmaterial „auf der Spielerbank“ gebunkert, sozusagen aus den Katakomben des Fußballs heraus geholt.

Nun stehen auch die Richter auf dem Rasen. Sozusagen als Schiedsrichter. Mal sehen, wie sie pfeifen? „FOOTBALL-Leaks. Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball“ ist im SPIEGEL Buchverlag bei dva erschienen.

Rafael Buschmann,    geboren 1982 im polnischen Zabrze, studierte in Münster und Neu-Delhi/Indien Germanistik, Psychologie, Sport und Pädagogik. Seit 2010 war er Reporter im Sportressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er 2013 zum SPIEGEL wechselte. Dort schreibt er vor allem über die Fußballnationalmannschaft, Matchfixing, Geldflüsse im Fußball, Rechtsextremismus im Sport sowie die Ultra- und Hooliganszene. Für die Enthüllungsgeschichte über die mutmaßlich gekaufte Weltmeisterschaft 2006 („Das zerstörte Sommermärchen“) gewann er mit seinen Kollegen 2016 den Henri-Nannen-Preis.

 

Michael Wulzinger,    geboren 1965 in Dortmund, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik in Freiburg und Sevilla und kam nach Stationen bei der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ und der „Badischen Zeitung“ 1997 ins Sportressort des SPIEGEL. Von 2009 bis 2016 war er Ressortleiter der Sportredaktion, seither arbeitet er im Ressort Deutschland mit dem Schwerpunkt investigative Recherche.

INTERVIEW mit dem SPIEGEL-Autor              Rafael Buschmann Reporter Sport DER SPIEGEL 

Kann man noch Fan bleiben angesichts der Daten und Zahlen des Fußball-Geschäfts, die ins Astronomische steigen?

 

Ich liebe dieses Spiel weiterhin. Und es gibt nur wenige schönere Momente als mit den Kumpels abends im Park zu kicken und danach ein gemeinsames Bier zu trinken. Fußball ist so viel mehr als der Profisport und vielleicht ist das das Ärgerlichste für mich: Diejenigen, die am meisten von diesem großartigen Sport profitieren, die Profis, vergehen sich dermaßen an ihm. Und an den Leuten, die sie groß gemacht haben. Cristiano Ronaldo spielt in Spanien, einem Land mit rund 40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit. Und er zwackt diesem Land mehr als 150 Millionen an Werbegeldern ab, die er über Firmen in Irland und auf den British Virgin Islands abführen lässt. Von den 150 Millionen bleiben Spanien auf diese Weise rund sechs Millionen Euro an Steuern. Geht’s noch? Und klar, diese Gedanken gehen mir schon durch den Kopf, wenn ich das Champions-League-Finale schaue und sehe wie Ronaldo den nächsten Titel gewinnt. Und dafür gefeiert wird. Das ist rein rational gesehen ziemlich schwierig zu kapieren.
 

 

Jetzt spielen auch der asiatische Raum mit, und die Wüstenscheichs, und die Champions League, Fernsehrechte gehen ans Privatfernsehen, da ist doch nur folgerichtig, wenn alle Clubs an die Börse gehen und eine Art Football-DAX oder DOW JONES gestartet wird. Fußball als Teil des Finanz- und Kapitalmarktes und Sport adé?

 

Es gibt bereits Vereine wie Borussia Dortmund oder Manchester United, die börsennotiert sind. Aber ein echter Heilsbringer war der Gang an die internationalen Finanzmärkte für Fußballclubs bislang nicht. Sie haben stattdessen in den vergangenen Jahrzehnten verstärkt den Weg in die Hände von Investoren gesucht. Es ist tatsächlich auch der einfachere Weg. Investorengeschäfte im Fußball sind im Vergleich zu einem Börsengang nahezu vollkommen unkontrolliert und -reglementiert. Ein Investor kann kurz-, mittel- oder langfristig in einen Verein einsteigen. Es ist ihm selbst überlassen, wie viel Geld er in den Klub pumpen möchte und auf der anderen Seite gibt es kaum Kontrollen über die Geldflüsse. Spricht man mit Steuerfahndern oder erfahrenen Ermittlern, sagen sie oft, dass der Fußball mittlerweile zu einem nahezu perfekten Geldwäscheautomaten geworden ist. Damit einher geht natürlich auch Steuerbetrug und Korruption. Wir konnten in den Football-Leaks-Dokumenten Hunderte Briefkastenfirmen in Übersee finden, deren wirklicher wirtschaftlich Berechtigte für europäische Steuerfahnder fast unmöglich zu entschlüsseln sind. Solche Systeme ermöglichen alles: Von Kickbacks bis zur handfesten Korruption.


 

Sollte der Zuschauer nicht zur A,B und C-Klasse wechseln oder zum Frauenfußball, oder sind da die Sitten auch schon verroht?

 

 

Das muss jeder für sich entscheiden und wir wollen uns auch nicht zu denjenigen aufschwingen, die zum Boykott des Fußballs ausruft. Wir wollen mit unseren Texten und Artikeln aufklären, was jeder einzelne mit den Informationen anfängt, ist ihm komplett selbst überlassen.

Dieter Hildebrandt - Texte des Altmeisters

Das Lebenswerk des großen deutschen Kabarettisten Dieter Hildebrandt erschien zum Jahrestag seines 90. Geburtstages als Buch. Dieter Hildebrandt prägte als Kabarettist, Satiriker, Buchautor und Fernsehschaffender die öffentliche Debatte in Deutschland seit den frühen 1950ern bis zu seinem Tod im Jahr 2013.

 

 

In München hatte ich die Gelegenheit mit dem renommierten Lektor des Blessing-Verlags Rolf Cyriax ein Interview zu führen. Er hat alle Bücher von Dieter Hildebrandt bearbeitet.

 

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In Memoriam: Hildegard Hamm-Brücher

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